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kannten Grössen durchgegangen. 4 St. O. L. Hinze.— Geschichte und Geographie: Die Geschichte der Staaten des Alterthums mit Ausnahmé der römischen Geschichte. Die Geographie der Länder ging der Ge- schichte ihrer Bewohner voraus. 3 St. Dr. Dôöring.— Naturgeschichte: Botanik nach Liuns mit steter IHlinweisung auf das natürliche System und besonderer Berücksichtigung der einheimischen P'flanzen. 1 St. Prof. Kaiser.
Tertia. Ordinarius Prof. Schönwälder.
Lateinische Sprache: Cicero de amicitia und Caesar de bello civili I. 1—28. 3 St Grammatik nach Zumpt; die Formenlehre und Syntax bis zur syntaxis ornata. 2 St. Exercitia und Extempoeralia. 1 St. L. Kayssler.— Ovid. Metamorph. I.— 451. III.— 130. IV. 562— 602. VI. 1—70 erklärt. Die gelesenen Stücke wurden memorirt. 3 St. Prosodie mit Uebungen; die Quantität, der llexameter und Pentameter; Ein- richtung umgestellter Verse, Uebersetzung deutscher Texte in Distichen. 1 St. Prof. Schönwälder.— Grie- chische Sprache: Luciani Toxaris cap. 1— 40. Einige Kapitel wurden memorirt. 2 St. L. Kayssler.— Grammatik nach Buttmann; die zusammengezogene Conjugation, die Conjugat. der Verba auf und der unregelmässigen Verba. Aus der Syntax§. 123—136. Exercitia und Extemporalien. 3 St. Dr. Tittler.— Französische Sprache: Grammatik nach Ilirzel bis zur Lehre vou der Folge der Zeiten. Exercitien und mündliches Uebersetzen der in Hirzels Gr. enthaltenen Uebungsstücke ins Franz. Fenelons P'élémaque B. 6 und 8.(das 7te Buch ward zur Privat-Lektüre während der Ferien aufgegeben) zusammen 2 St. Dr. Titt- ler.— Deutsche Sprache: Allwöcheutlich eine schriftliche Arbeit: Erzählungen, Beschreibungen, Schil- derungen, Vergleichungen und leichte Abhandiungen. Uebungen im Definiren, im Erklären und Anwenden bildlicher Ausdrücke und im Erklären von Sprächwörtern. Aus der Grammatik die Wortlehre. Wochent- i-
che Uehungen im Deklamiren und freien Vertrage von Erzählungen. 5 St. Dr. Tittier.— Religion: Das Leben Jesu nach den 4 Evangelien. Bibelstellen memorirt. 2 St. Prof. Schönwälder.— Mathematik. Die ebne Geometrie bis zu den Verhältnissen geradliniger Figuren. 2 St. Die Gleichungen des ersten Gra- des mit einer und zwei unbekannten Grössen. 2 St. L. Ilolzheimer.— Wiederhohlung der bürger ichen Rech- nungsarten, die Lehre von den Dezimalbrüchen, die Buchstabenrechnung, die Lehre von den Potenzen, die Ausziehung der Quadrat- und Cubikwurzel und die Proportionslehre. 1 St. L Hlinze.— Geschichte: Die
Geschichte des Preussischen Staates von Antang bis auf die neuesten Zeiten. 3 St.
— 3 1 Prof. Schönwälder.— Naturbeschreibung: Zoologie und Botanik. 2. St. L IIolzheimer. 3
Quarta. Ordinarius L. Weigand, später Dr. Tittler.
Lateinische Sprache: Aus Corn. Nepos das Leben des Dion, Iphicrates und Chabrias(L. Wei-
gand) dann des Timotheus, Datames und Epaminondas bis cap. V. statarisch gelesen und dabei die Lehre vom zusammengesetzten Satz geübt. 3 St. L. Mende. Nach den Erndteferien Epaminondas von cap. VI. an, Pelopidas und Agesilaus die ersten Kapitel L. Küntzel.— Eutropii brev. Die Hälfte des 7. Buchs, das Ste und 9te Buch. Sodann aus Jacobs Lehrbuch Regnum Assyriorom, R. Persaruam, B. Medorum erklärt und schrittlich übersetzt. 2 St.— Aus der Grammatik nach O. Schulz die gesammte Syntax mit schriftlicher und mündlicher Einüäbung der grammatischen Regeln; wöchentlich ein Exercitium 4 St. Dr. Tittler.— Grie- chische Sprache: Gleichlaufend mit dem Uebersetzen aus Schneiders Griechisch. Lehrbuche wurde die Formenlehre bis zu den verbis auf A nebst den wichtigsten unregelmässigen verbis schriftlich und mündlich eingeübt. 5 St. L. Mende.— Französische Sprache: Leseübungen. Einübung der Artike]!, der Prono- mina, Hülfszeitwörter, Zahlwörter, regelmässigen und unregelmässigen VYerba. Zuletzt ein Anfang gemacht im Uebersetzen der Anekdoten in Hirzels Grammatik. 2 St. Anfangs L. Weigand, dann in Vertretung Prof. Schönwälder, zuletzt L. Küntzel.— Deutsche Sbrache: Wöchentlich eine deutsche Arbeit, welche corri- tirt in der Klasse durchgenommen wurde. Wenn Zeit übrig war, Einiges aus der Satzlehre. 1 Stunde war zum Deklamiren bestimmt. Zusammen 4 St. Dr. Döring.— Religion: Zuerst Wiederhotung und Erklärung der 3 ersten Hauptstücke des Luth. Katechismus, L. Weigand, sodann kurze Geschichte der Christl. Religi- on, Vertretungsweise Prof. Kaiser. 2 St.— Mathematik: a) Praktische Geometrie. Anschauung geome- trischer Gegenstände, eingeübt durch Figuren an der Tafel nud eine Menge Fragen welche schriftlich be- antwortet werden mussten. Sodann Aufgaben aus der ebenen und körperlichen Geometrie, angewendet auf Fälle des gewöhnlichen Lebens. 1 St. O. L. Ilinze. b) Arithmetik. Wiederholung der Species in ganzen und gebrochenen Zahlen; die Lehre von den Verhältnissen und Proportionen einfache und zusammengesetzte Regeldetri. L. Weigand. Dann die übrigen bürgerlichen und kaufmännischen Rechnungsarten bis zur Ver- mischungsrechnung; in Vertretung L. Holzheimer. Seit den Erndteferien die Alligationsrechnung. L. Künt- zel. 3 St.— Populäre Physik: Die wichtigsten Gegenstäude aus allen Theilen der Naturlehre. 1 St. O. L. Hinze.— Geschichte: Die alte, mittlere und neuere Geschichte, ethnographisch. Ausser den erforderli- chen datis wurden auch die deutschen Kaiser und die Kurfürsten und Könige von Brandenburg und Preus- sen memorirt. 2 St.— Geographie: Repetition des Pensum von Quinta, dann die einzelnen Staaten Eu- ropa's. 1 St. Dr. Döring.— Kalligraphie: 2 St. Anfangs L. Weigand, dann O. L. Ilinze.— Zeichnen: 2 St. L. Holzheimer.—
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