48 2. Der phyſikaliſche Apparat. Für diesen ist eine Waage auf messingner Säule nebst französischem Grammen-Gewicht zur Bestimmnung des specifischen Gewichts der Körper und ein Barometer angeschafft worden.
3. Zie naturhiſtoriſchen Sammlungen.
Die Mineralien-Sammlung hat theils durch Ankauf, worunter 80 sehr instructive Metallstufen aus der K. Sächs. Mineralien-Niederlage in Freiberg, theils durch Geschenke einen bedeutenden Zuwachs erbalten. Zu den letzterm gchört eine wissenschaftlich geordnete Saummlung von Petre- facten, Kelche der Geheime Commercien-Rath Herr Treutler in Neu-Weissstein übersendet hat. Nicht minder verdankt die Anstalt auch in diesem Jahre dem Schullehrer Herrn Stiller hier, ausser einer von ilun schon früher geschenkten und auch dieses Jahr jährlich vermehrten Moos-Sammlung mehre seltene Gebirgsarten aus Schlesien und Böhmen.
Die ornithologische Sammlung ist mit 18 Exemplaren zum Theil seltener Vögel vermehrt worden. Diesen Zuwachs erhielt die Anstalt durch die Güte des Königl. Oberförsters Herrn Me- rensky in Panten, des Kaufimann Herrn Leitgebel, des Regierung-Referendarius Herrn Emerich, des G. mnasiallehrers Herrn Matthiäi und des Rittergutsbesitzer Herrn Frommhold in Kunitz, welcher letatere namentlich einen Birkhahn, ein Birkhuhm und einen Pfauhahn, alle drei schöne und wohl- erhaltene Exemplare, erstere beide in Glaskästen, überschickt hat. Die Gymnasiasten Obst und Merensky haben eine Eier-Sanmmlung von 266 Stück geschenkt.
Die Conchylien-Sammlung erhielt durch Ankauf einen Zuwachs von 15 Exemplaren, unter denen sich auch die echte Wendeltreppe befindet.
Die Insecten- und Schmetterlings-Sammlungen, ingleichen das Herbarium sind mög- lichst vermehrt worden.
Allen, welche zu dieser Erweiterung unserer Lehrmittel so freundlich beigetragen haben, ver- fehle ich nicht, hiermit öffentlich im Namen der Anstalt den verbindlichsten Dank auszusprechen.
C. Stipendien und Prämien.
Die Primaner Aulich und Klenner, die Secundaner Rosemann und Werner erhielten zu Ostern, und die Primaner Dittrich und Emmrich, so wie die Secundaner Liebig und Niepach zu Michaelis Legate aus der Stahnschen Stiftung. Der Primaner Girscher wurde mit dem Bauerschon Stipendium von 19 Thalern bedacht und das Eichhornsche Stipendium von 19 Thalern wurde unter mehre Schüler vertheilt. Bei der Stahnschen Stipendien-Stiftung, wo jede Rate ursprünglich 19 Thaler und resp. 9 ½ Thaler beträgt, und welche in Pfandbriefen angelegt ist, ist es schmerzlich zu be- dauern, dass die Reduction des Zinsfusses einen niederen Satz der jedesmaligen Raten herbei- geführt hat, und die ärmeren Schüler, für welche diese Stiſtung bestimmt ist, diesen für sie nicht unbedeutenden Verlust tragen müssen.— Wir gedenken noch dankbar einer kleinen Stiſtung des im vorigen Jahre verstorbenen Prorector emeritus Friedrich Theodor Frosch. Derselbe hat in seinem zwar nicht gerichtlich deponirten, jedoch in Hinsicht der Stiſtungen von seinen wohldenkenden Erben freiwillig bestätigten Testamente der Gymnasial-Casse eine Summe von 50 Thalern ausgesetzt, von
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