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feſſor Dr. Meinicke beſorgt, hat im Jahr 1838 zu ihrem Beſtande von 1 Thlr. 6 Sgr. 3 Pf. eingenommen an Leſegeldern 13 Thlr. 12 Sgr. 6 Pf. und 9 Thlr. 28 Sgr. ausgegeben. Da ihr aus dem Leſezirkel von 1836 bis 1838, welchen der Profeſſor Dr. Wieſe errichtet hatte, 46 Werke in 73 Bän⸗- den, die ihren Umlauf unter den Theilnehmern im Ort vollendet hatten, als Geſchenk zugingen; ſo beſtand ſie beim Jahres Schluß aus 318 Werken in 1128 Bänden. Die vereinigte Apparaten- und Bibliotheks⸗Kaſſe hat im Jahr 1838 eingenommen 309 Thlr. 28 Sgr. 4 Pf., worunter 1 Thlr. als Geſchenk des Herrn Dr. W. 21I. Schmidt, und jene Summe ohne Beſtand auch wiederum ausgegeben, und zwar namentlich 131 Thlr. 13 Sgr. 6 Pf. für Werke der wiſſenſchaftlichen Bibliothek, die am Schluß des Jahres 1838 aus 1639 Werken in 3310 Bänden beſtand; es iſt das letzte Drittheil der Schuld für Jolyſche Inſtrumente mit 12 Thlrn. abgetra⸗ gen; ſie hat vorläuſig die Miethe und Umzugs⸗Koſten der genannten Biblio⸗ thek übernommen, die durch die Einrichtung der Parallel⸗Klaſſen nöͤthig ge⸗ worden ſind, auch die Verſicherung derſelben in der Gothaiſchen Feuer⸗So⸗ cietaät. Zu den naturwiſſenſchaftlichen Sammlungen iſt ein Minera⸗ lien⸗Kabinet von Rieth thüringiſcher Foſſilien und ein Nicolſches Doppel⸗ ſpath⸗Prisma angekauft. Dieſe beſtanden am Ende d. J 1838 aus 12 In⸗ ſtrumenten für die Erd⸗ und Himmelskunde, 26 dergleichen zur Darſtellung eleetriſcher und magnetiſcher Erſcheinungen, 24 für tropfbare und luftfoͤrmige Flüſſigkeiten, aus 20 optiſchen Inſtrumenten und aus 11 Nummern chemi⸗ ſcher Vorrichtungen, und 15 Nummern naturbeſchreibender Sammlungen; ſo daß damit das ehemalige Bibliothekszimmer jetzt ganz angefüllt iſt, und unſere Ausſtattung für den naturwiſſenſchaftlichen Unterricht auf eine ſehr befriedi⸗ gende Art ſich darlegt. Die übrigen Ausgaben der genannten Kaſſe ſind etatsmäßig für Programm, Prämien, Stimmen und Repariren des Flügel⸗ Fortepianos zum Geſang, für Lehrmittel zum Schreiben Zeichnen Nechnen und Geſang und zu Landcharten, für Erleuchtung in den Klaſſen während der Wintermonate, für den Geſchäftsbetrieb, Cenſur und Tagebücher und zur Abrundung der Lehrergehalte gemacht worden. Ueber die vom Oberlehrer Dr. Strahl errichtete Leihbibliothek von Schulbüchern für unbemit⸗ telte Gymnaſiaſten folgt hier der Jahresbericht 1838 von ihm ſelbſt:
„Die Schuüler-Leihbibliothek, deren Jahresrechnung am 3. Jan. 1839 vom Herrn Director Paalzow revidirt und in calculo richtig befunden iſt, hat ſich ſeit der letzten Berichterſtattung durch die freiwilligen Beiträge der mei⸗ ſten Gymnaſiaſten anſehnlich vermehrt, und es muß hier gebührend anerkannt werden, wie dieſelben mit warmer Liebe nicht nur für die dringende Unter⸗ ſtützung ihrer gegenwärtigen ärmern Mitſchüler Sorge tragen, ſondern mit mir dahin beſtrebt ſind, daß dieſes Hulfsinſtitut mit der Zeit zu immer groö⸗


