Aufsatz 
Der Rechneigraben in den städtischen Anlagen zu Frankfurt a.M. in botanischer Beziehung
Entstehung
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Der Stamm ist scharfrissig, die Aeste steigen aufwärts und die Zweige sind am Ende stumpf und sehen geweihartig aus, besonders im laublosen Zustande. Das Blatt, welches an der Spitze des Zweiges entspringt, hat eine Länge von circa 80 und eine Breite von etwa 50 Ctm. Von den 47 Fiederpaaren ist das unterste einfach, während die übrigen wiederum gefiedert sind. Die Fiederblättchen sind spitzeiförmig. Die weissen, unansehnlichen, zwei- häusigen Blüten sind an der hohen Krone kaum bemerkbar. Da indessen auch keine Hülsen, welche ziemlich gross werden, bis jetzt wahrnehmbar waren, so scheint, dass wir es hier mit einem männlichen Baume zu thun haben.

Die Samen wurden in der Heimat des Baumes früher an Stelle des Kaffees benutzt, daher er auch Kentucky-Kaffeebaum genannt wird.

In Vorhergehendem habe ich sämmtliche Bäume und Sträucher namhaft gemacht, welche den Rechneigraben unmittelbar umgeben, die entfernter stehenden Holzgewächse indessen nur insofern berücksichtigt, als sie zur landschaftlichen Charakteristik des Weihers beitragen. Die Bäume der benachbarten Gärten habe ich übergangen, obgleich manche von ihnen den Saum des Weihers bilden und ihn verschönern helfen. Ich erinnere nur an Paulownia imperialis auf der Nordseite im Garten des Herrn Justizrathes Dr. Ellissen, welche in diesem Jahre(1879) nach längerer Zeit wieder ihren köstlich duftenden Blütenschmuck in reichster Fülle entfaltete und schliesslich eine solche Menge von Früchten entwickelte, dass die Aeste unter der Last derselben zu brechen drohten. Ebenso übergehe ich die einem beständigen

Wechsel unterworfenen krautartigen Pflanzen. Von Letzteren finden sich etwas stetiger vor:

Im Wasser selbst oder an dessen Ufer:

Glyceria spectabilis M. et K., grösstes Süssgras, Carex stricta Good., straffe Segge, Typha latifolia L., breitblättriger Rohrkolben(Lieschgras),

lris pseudacorus L., Wasser-Schwertlilie.