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in Bonn zugebracht, begab er ſich auf die Univerſität Gießen und ſtudirte hier klaſſiſche Philologie bis zum Herbſt des Jahres 1867. Während des folgenden Winters bereitete er ſich zu Darmſtadt auf das Examen vor und abſolvirte in Gießen kurz vor Oſtern 1868 die für die Kandidaten das Gymnaſiallehramts vorgeſchriebene Prüfung vom philologiſchen Standpunkt aus. Darauf bekleidete er eine Stelle an der Bender'ſchen Erziehungsanſtalt zu Weinheim, bis er unterm 12. Oktober 1868 von Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direktion zur Erſtehung des vorſchriftsmäßigen Probejahrs und zur Verſehung der am Gym⸗ naſium zu Büdingen erledigten Hilfslehrerſtelle einberufen wurde. Er wirkte an der Anſtalt bis Pfingſten 1870. Jetzt fungirt er als ordentlicher Lehrer an der Realſchule erſter Ordnung zu Rawicz.
38) Heinrich Emmanuel Zaubitz, geboren den 1. Juni 1836 zu Darmſtadt, Sohn des daſigen Großherzoglichen Hofgerichtsacceſſiſten F⸗ Zaubitz, beſuchte die Gymnaſien zu Darmſtadt und Worms und bezog 1858 die Univerſität zu Gießen, ſpäter die zu Berlin, um Philologie und Philoſophie zu ſtudiren. Er war hierauf mehrere Jahre Erzieher und Vorſteher eines Privat⸗ inſtituts in Warnow im Reg.⸗Bez. Potsdam und bekleidete dann nach einander Lehrerſtellen am Friedrich⸗Wilhelms⸗Gymnaſium in Greifenberg und an der höheren Bürgerſchule zu Jenkau. Unterm 22. März 1869 wurde er von Großherzoglicher Ober⸗ ſtudien⸗Direktion zum proviſoriſchen Leher an dem Gymnaſium zu Büdingen ernannt und war an demſelben bis Oſtern 1870 thätig. Dermalen wirkt er als Lehrer an der Realſchule erſter Ordnung zu Kaſſel.
39) Pfarrer Eduard Ellenberger, geboren den 24. Januar 1837 zu Büdingen, wo ſein Vater Steuerkom⸗ miſſär war, trat Oſtern 1847 in das Gymnaſium zu Büdingen ein und verließ dasſelbe im Herbſt 1855, um ſich auf der Landesuniver⸗ ſität dem Studium der evangeliſchen Theologie zu widmen. Im Herbſt 1858 beſtand er die Fakultätsprüfung. Nachdem er da⸗ rauf ein Jahr lang das Predigerſeminar zu Friedberg beſucht hatte, übernahm er eine Hauslehrerſtelle in Gebhardshagen bei Wolfenbüttel. Im Winter 1859/60 unterzog er ſich dem Staatsexamen. Am 7. November 1861 wurde er zum Vikar in Langen, am 15. März 1864 zum Verwalter der Pfarrei Hain⸗Gründau und am 18. Juni desſelben Jahres auf erfolgte Prä⸗ ſention Seiner Durchlaucht des Fürſten zu Yſenburg und Büdingen zum Pfarrer in Hain⸗Gründau ernannt. Vom 2. Auguſt bis zum 11. September 1869 leiſtete er am Gymnaſium zu Büdingen Aushilfe.
40) Dr. Hermann Frommann, geboren den 7. Februar 1837 zu Jena, Sohn des daſigen Buchhändlers Friedrich Frommann, beſuchte zuerſt die Stoy'ſche Erziehungsanſtalt in Jena und dann von 1852 bis 1856 das Gymnaſium zu Weimar. Von Oſtern 1856 bis 1860 betrieb er auf den Hochſchulen zu Jena, Bonn und Berlin das Studium der Philologie, legte Michaelis 1860 zu Berlin das Oberlehrerexamen ab, beſtand von Oſtern 18641 bis dahin 1862 an dem Köllniſchen Gymnaſium zu Berlin das pädagogiſche Probejahr und wurde im Jahre 1862 am Gymnaſium zu Minden als ordentlicher Lehrer angeſtellt. Von Seiner Durchlaucht dem Fürſten zu Yſenburg und Büdingen für die im Jahre 1869 am Gymnaſium zu Büdingen neu errichtete Lehr⸗ ſtelle präſentirt und mittels Allerhöchſten Dekrets vom 21. Oktober 1869 beſtätigt, trat er am 26. April 1870 dieſe Stelle an.
41) Dr. Richard Haupt. Vgl. oben Nr. 34.
42) Pfarrer Theodor Klein, geboren den 28. Juli 1841 zu Eudorf im Kreiſe Alsfeld, Sohn des Großherzog⸗ lichen Forſtmeiſters Chriſtian Klein auf dem Forſthaus Woogsdamm, erhielt den erſten Unterricht von Privatlehrern, trat Oſtern 1857 in das Gymnaſium zu Büdingen ein und verließ dasſelbe Herbſt 1860, um ſich auf der Landesuniverſität Gießen dem Stu⸗ dinm der Theologie zu widmen. Nachdem er im Herbſt 1863 die Fakultätsprüfung beſtanden, beſuchte er ein Jahr lang das Predigerſeminar zu Friedberg und abſolvirte im Frühjahr 1865 die Definitorialprüfung. Darauf wurde er als Pfarrvikar verwendet und wirkte als ſolcher vom 16. Juli 1865 bis 20. März 1866 in Königſtädten und vom 20. März 1866 bis 6. De⸗ cember 1869 in Groß⸗Gerau. Auf erfolgte Präſentation Seitens Seiner Durchlaucht des Fürſten zu Yſenburg und Büdingen erhielt er durch Allerhöchſtes Dekret vom 23. Oktober 1869 die dritte Pfarrſtelle zu Büdingen und Herrnhaag und trat am 12. De⸗ cember 1869 ſein neues Amt an. Unterm 24. Juni 1870 wurde ihm durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗ Direktion der lateiniſche Unterricht in der Quinta und Sexta des hieſigen Gymnaſiums und unterm 5. April 1871 durch hohe Verfügung der genanten Behörde der Religionsunterricht in der Secunda und Prima übertragen.
43) Hilfslehrer Wilhelm Schwarz, geboren den 27. März 1838 zu Büdingen, Sohn des daſigen Schreiner⸗ meiſters E. Schwarz, trat, nachdem er die Unterrichtsanſtalten ſeiner Vaterſtadt beſucht hatte, im Jahr 1855 in das Lehrer⸗ ſeminar zu Friedberg ein. Nach Abſolvirung des zweijährigen Kurſus erhielt er 1857 die erſte dienſtliche Verwendung als Lehrer an der Taubſtummen⸗Anſtalt zu Frankfurt a. M. Von 1861 bis 1868 bekleidete er die Lehrerſtelle in Ober⸗Lais. Durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direktion vom 28. März 1868 wurde er als Vikar an die dritte Elementarſchule zu Büdingen verſetzt und erhielt im folgenden Jahre nach vorausgegangener Präſentation Seitens Seiner Durchlaucht des Fürſten zu Meenburg und Büdingen durch Allerhöchſtes Dekret die Beſtätigung als definitiver Lehrer. In dieſer Stellung verblieb er bis Pfingſten 1870. Hierauf übernahm er in Gemäßheit hoher Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direction vom 24. Juni 1870 die Funktionen eines proviſoriſchen Hilfslehrers an dem hieſigen Gymnaſium.
44) Dr. Heinrich Weyerhäuſer, geboren den 21. Januar 1847 zu Nieder⸗Saulheim in Rheinheſſen, Sohn des daſigen Oekonomen Weyerhäuſer, genoß drei Jahre lang in verſchiedenen Privatanſtalten einen vorbereitenden Unterricht und trat hierauf im Herbſt 1863 in das Gymnaſium zu Darmſtadt ein. Nach Ablegung der Maturitätsprüfung im Herbſt 1866 widmete er ſich auf der Hochſchule zu Gießen dem Studium der Philologie. Oſtern 1869 unterzog er ſich der Vorprüfung und Oſtern 1870 der Schlußprüfung für das höhere Schulfach vom Standpunkt der klaſſiſchen Sprachen. Bald darnach wurde er am Gymnaſium zu Gießen als Hilfslehrer verwendet. Durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direktion vom 31. Oktober 1870 zum proviſoriſchen Lehrer an dem Gymnaſium zu Büdingen ernannt, wirkte er an dieſer Anſtalt vom 9. November


