Aufsatz 
Rückblick auf die Geschichte des Großherzoglichen Gymnasiums zu Büdingen während seines 50jährigen Bestandes
Entstehung
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Direktor der Realſchule zu Alzey befördert und ſchied in Folge davon am 18. Juli des genannten Jahrs vom Gymnaſium zu Büdingen.

30) Dr. Heinrich Flach, geboren den 27. März 1838 zu Büdingen, Sohn des oben S. 37 genannten Stadt⸗ ſchullehrers Wilhelm Flach, erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vorbildung auf der gelehrten Schule zu Büdingen, welche er von Oſtern 1849 bis Herbſt 1855 frequentirte, und ging nach Ablegung der Maturitätsprüfung auf die Hochſchule zu Gießen über, um Theologie und Philologie zu ſtudiren. Oſtern 1859 legte er die theologiſche Fakultätsprüfung ab, beſuchte dann ein Jahr lang das Predigerſeminar zu Friedberg und beſtand im Herbſt 1860 die Oefinitorialprüfung für das Predigtamt. Im Sommer 1863 unterzog er ſich mit Erfolg dem für die Kandidaten des Gymnaſiallehramts vorgeſchriebenen Examen vom philologiſchen Standpunkt aus und trat im Herbſt dieſes Jahres ſeinen Acceß am Gymnaſium zu Büdingen an. Nachdem er ſein Probe⸗ jahr beſtanden hatte, ertheilte er noch ein Jahr lang unentgeltlich den Religionsunterricht in den unteren Klaſſen des Gym⸗ naſiums. Gegenwärtig wirkt er als ordentlicher Lehrer an dem Gymnaſium zu Hadamar.

31) Dr. Wilhelm Schmidt. Vgl. oben Nr. 24.

32) Dr. Wilhelm Flach, geboren den 5. November 1842 zu Büdingen, Sohn des oben S. 37 genannten Stadt⸗ ſchullehrers Wilhelm Flach, genoß ſeine wiſſenſchaftliche Vorbildung auf der gelehrten Schule ſeiner Vaterſtadt, beſtand im Herbſt 1859 die Maturitätsprüfung und lag dann drei Jahre lang auf der Hochſchule zu Gießen dem Studium der altklaſſiſchen Philologie ob. Vom Herbſt 1862 bis zum Sommer 1864 ſetzte er im Hauſe des Vaters ſeine Studien fort. Dann unterzog er ſich mit Erfolg der für die Kandidaten des Gymnaſiallehramts vorgeſchriebenen Prüfung vom philologiſchen Standpunkt aus und beſtand bald darnach von Herbſt 1864 bis dahin 1865 an dem Gymnaſium zu Büdingen das vorſchriftsmäßige Probe⸗ jahr. Jetzt fungirt er als ordentlicher Lehrer an dem Gymnaſium zu Dortmund.

33) Dr. Ludwig Krämer. Vgl. unter den Direktoren Nr. 5.

34) Dr. Karl Oßwald, geboren den 22. September 1834 zu Würzburg, wo damals ſein Vater Ludwig Auguſt Oßwald Apotheker war, beſuchte das Gymnaſium zu Mainz und ſtudirte von Herbſt 1854 an vier Jahre lang auf der Landesuniverſität alt⸗ klaſſiſche Philologie. Nach Ablegung der Fakultätsprüfung beſtand er von Herbſt 1858 bis dahin 1859 an dem Gymnaſium zu Gießen das vorſchriftsmäßige Probejahr, bekleidete dann während der nächſten zwei Jahre eine Hauslehrerſtelle zu Groß⸗ Gerau und von Herbſt 1861 bis zum December 1862 eine Lehrerſtelle an dem Schmit'ſchen Inſtitut zu Darmſtadt. Am 4. Deeember 1862 erhielt er durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direktion ein Vikariat am Gymnaſium zu Gießen, aber ſchon Oſtern 1863 hörte ſeine Thätigkeit an dieſer Anſtalt auf. Er wirkte darauf von Neuem an dem Schmitz'ſchen Inſtitut, fand während des folgenden Winters zugleich eine Verwendung als Lehrer an dem Gymnaſium zu Darmſtadt und ſah ſich im Frühling 1864 durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direktion vom 11 April zum proviſoriſchen Lehrer am Gymnaſium zu Worms ernannt. In dieſer Stellung verblieb er bis zum Spätſommer 1865, wo er durch hohes Dekret Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direktion vom 24. Auguſt mit den Funktionen eines Dirigenten und erſten Lehrers an der höheren Bürgerſchule zu Oppenheim betraut wurde. Als er dieſe Stelle 1 ½¼ Jahr verwaltet hatte, ward ihm durch Allerhöchſtes Dekret vom 1. December 1866 eine Lehrſtelle an dem Gymnaſium zu Büdingen definitiv verliehen. Er trat ſein neues Amt am 7. Januar 1867 an und wirkt ſeitdem an der genannten Anſtalt.

35) Dr. Richard Haupt, geboren den 6. Oktober 1846 zu Büdingen, Sohn des oben S. 35 genannten Profeſſors Dr. Haupt, beſuchte von Oſtern 1856 an das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt und verließ dasſelbe nach beſtandener Maturitätsprüfung im Herbſt 1863, um Theologie und Philologie zu ſtudiren. Er betrieb ſeine Studien von Herbſt 1863 bis Frühling 1864 auf der Hochſchule zu Bern und von Oſtern 1864 bis dahin 1867 auf der Landesuniverſität. Im März 1867 abſolvirte er die für die Kandidaten des Gymnaſiallehramts vorgegeſchriebene Prüfung vom philologiſchen Standpunkt aus und begann hierauf nach Oſtern 1867 ſeinen Acceß an dem Gymnaſinm zu Büdingen, ſetzte ihn während der Sommer⸗ und Herbſtmonate an der Realſchule zu Alzey fort und kehrte am 26. November 1867 nach Büdingen zurück, da ihm Großherzogliche Oberſtudien⸗ Direktion durch hohes Dekret vom 14. November des genannten Jahres die vakant gewordene Hilfslehrerſtelle am hieſigen Gymnaſium übertragen hatte. In dieſer Stellung verblieb er bis zum 4. Oktober 1868. Darauf bekleidete er proviſoriſch bis Oſtern 1870 eine Lehrſtelle am Gymnaſium zu Cutin. Bereits im Spätjahr 1869 von Seiner Durchlaucht dem Fürſten zu Mſenburg und Büdingen für eine erledigte Lehrſtelle amGymnaſium zu Büdingen präſentirt und durch Allerhöchſtes Dekret beſtätigt, wurde er am 26. April 1870 in ſein neues Amt eingewieſen; jedoch ſchon am 13. Oktober 1870 legte er dasſelbe nieder, um an der Realſchule erſter Ordnung zu Iſerlohn eine Lehrſtelle anzutreten.

36) Dr. Ferdinand Harbordt, geboren den 13. Februar 1846 zu Gladenbach, Sohn des Landrichters Harbordt zu Laubach, bezog, nachdem er verſchiedene Privatinſtitute beſucht hatte, das Gymnaſium zu Gießen und verließ dasſelbe nach dreijährigem Aufenthalte Oſtern 1864, um ſich in Gießen, Heidelberg und Berlin dem Studium der Mathematik und Phyſik zu widmen. Oſtern 1868 beſtand er in Gießen die Prüfung für das Gymnaſiallehramt vom mathematiſchen Standpunkt aus. Darauf war er von Pfingſten bis Herbſt 1868 als Acceſſiſt am Gymnaſium zu Büdingen thätig. Im Herbſt dieſes Jahres übernahm er dann eine Lehrſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Düren. Seit Oſtern 1871 wirkt er als Lehrer an dem Gymnaſium und der damit vereinigten Realſchule zu Roſtock.

37) Dr. Karl Franck, geboren den 30. Novemder 1845 zu Darmſtadt, Sohn des daſigen Rentners Georg Franck, beſuchte Anfangs die Realſchule zu Darmſtadt, ſpäter das Gymnaſium daſelbſt und bezog nach Ablegung der Maturitätsprüfung im Herbſt 1863 die Hochſchule zu Bonn, um ſich dem Studium der modernen Sprachen zu widmen. Nachdem er 1 ½ Jahre