Aufsatz 
Rückblick auf die Geschichte des Großherzoglichen Gymnasiums zu Büdingen während seines 50jährigen Bestandes
Entstehung
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deutſchen Literatur; die Staatsverfaſſung der Athener; über die griechiſchen Geſchichtſchreiber; 1862/63 Geographie von Griechenland; Geſchichte der griechiſchen Philoſophie; das Theater und die Schauſpieler bei den Griechen und Römern; 1863/64: Geſchichte der Poeſie bei den Orientalen; Atheniſche Staatsver⸗ faſſung; Einiges aus der griechiſchen Mythologie; deutſche Mythologie; deutſche Literaturgeſchichte bis zum Jahr 1200.

Engliſch nnd Italieniſch konnten erſt im Jahre 1845 in dem Lehrplan eine Stelle erhalten, als in dem Vikar Bauſch eine geeignete Kraft für das Italieniſche und in dem Kandidaten Becker eine ſolche für das Engliſche gewonnen war; doch mußte bereits im Herbſt dieſes Jahres bei dem Weggange Becker's das Engliſche wieder als ordentlicher Lehrgegenſtand ausfallen und erſcheint erſt wieder als Beſtandtheil des Lehrplans im Jahre 1858/59, wo Dr. Lotheißen den Unterricht im Engliſchen übernimmt. Nach Dr. Lotheißen's Abgang im Herbſt 1863 wurde dieſer Unterricht während des Winters gemeinſchaftlich von Direktor Dr. Haupt und dem Acceſſiſten Bechtoldertheilt. Nachdem dann im Laufe des Schuljahrs 1864/65 das Engliſche ausgeſetzt war, übernahm Dr. Schmidt Oſtern 1865 den Unterricht desſelben und zwei Jahre ſpäter Oſtern 1867 Dr. Oßwald. Das Italieniſche iſt während des bezeichneten Zeitraums an den Namen von Gymnaſial⸗ lehrer Bauſch gebunden. Mit ſeinem Tode 1858 hörte der Unterricht im Italieniſchen auf und konnte erſt im Jahre 1871 wieder in den Lehrplan eingefügt werden.

Das Turnen anlangend, müſſen wir hier noch eine Verfügung Großherzoglichen Oberſtudien⸗ raths vom 9. September 1843, betreffend: die Errichtung von Schulſpielplätzen zum Zweck der leiblichen Erziehung, Pflege und Ausbildung des Körpers, erwähnen. Laut derſelben ſollten die körperlichen Uebungen unter die Unterrichtsgegenſtände der Schule dergeſtalt aufgenommen werden, daß ſie einen in⸗ tegrirenden Beſtandtheil der Lehrpläne bildeten. Doch ſollte eineſtrengeallgemeine Verbindlichkeitzur Theilnahme an jenen Uebungen zur Zeitnoch nichtſtattfinden, weshalb auch auf Grund einer beſonderen Erklärung von Seiten der Eltern oder Vormünder Dispenſationen eintreten konnten. Gemäß dieſer Verfügung wurde im Jahre 1844 ein neuer Turn⸗ und Badeplatz hergerichtet, und ſeit dieſer Zeit erfreut ſich an unſrer Anſtalt der Turnunterricht einer unausgeſetzten Pflege, Anfangs unter der Leitung des Dr. Haupt und dann von Oſtern 1850 bis dahin 1868 unter der Leitung des Dr. Stein⸗ häuſer.

Betreffs der Zahl der Klaſſen iſt auch bereits oben angedeutet, daß in Folge der beſchränkten Zahl der Lehrkräfte die Anſtalt vier Klaſſen mit zweijährigem Kurſus umfaßte. Für einzelne Unterrichtsgegenſtände war die durch ſolche Einrichtung nothwendige Zuſammendrängung des Stoffes keineswegs förderlich. Daher ſehen wir in einzelnen Fächern eine Trennung des Unterrichts eintreten, ſobald die Möglichkeit ſich bot. Dieſe Trennung des Unterrichts findet ſich vorzugsweiſe in Secunda, ſeltener in Prima, aber nur für wenige Stunden im Lateiniſchen und Griechiſchen und in der Mathematik. Daß übrigens die geringe Zahl der Lehrkräfte Einfluß übte auf die für die einzelnen Klaſſen angeſetzte Stundenzahl dürfte ſich aus nach⸗ ſtehender Zuſammenſtellung ergeben:

A1.

Lektionsplan für das Gymnaſium in Züdingen. Sommerſemeſter 1839.

B.

Tektionsplan für das Gymnaſium in Büdingen. Sommerſemeſter 1846.

C.

Vertheilung der Lehrgegenſtände auf die einzelnen Klaſſen.