Aufsatz 
Rückblick auf die Geschichte des Großherzoglichen Gymnasiums zu Büdingen während seines 50jährigen Bestandes
Entstehung
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In Betreff des Verhältniſſes der beiden ſtädtiſchen Knabenſchulen zu dem neubegründeten Gymna⸗ ſium iſt hier noch zu erwähnen, daß die beiden Knabenbürgerſchulen, welche bis dahin zur Provinzial⸗ ſchule gehört und mit derſelben ein Ganzes ausgemacht hatten, nunmehr davon getrennt wurden, doch im Anfang noch zugleich als Vorbereitungsklaſſen(Vorſchule) für das Gymnaſium dienten und zu dem Zweck auch bezüglich der Vorbereitung auf den lateiniſchen Unterricht eine beſondere Einrichtung erhielten oder vielmehr die ſeit 1818 ſchon beſtehende beibehielten. Dieß Verhältniß blieb bis 1829.

Bezüglich der in den erſten Jahren erſchienenen Programme verweiſen wir auf die unten ge⸗ gebene Zuſammenſtellung der ſeit dem Jahre 1823 von der Anſtalt veröffentlichten Einladungsſchriften.

Was endlich die anfänglichen Einnahmen der am 1. Mai 1822 begründeten Gymnaſial⸗ kaſſe betrifft, ſo möge hier die Bemerkung Platz finden, daß dieſelben floſſen:

1) aus der Präſenz Anfangs im Betrag von 2137 fl. 18 kr., 2) aus der Staatskaſſe im Betrag von 1500 fl.,

3) aus dem Schulgelde*),

4) aus dem Zeichengelde*).

Zur Veranſchaulichung der Lehrgegenſtände, ihrer Vertheilung und, ſoweit daraus erkennbar, ihrer Behandlung laſſen wir unten einen Lehrplan aus dem Jahre 1828 folgen.

Sollen wir nun noch ein zuſammenfaſſendes Urtheil ausſprechen über die Anſtalt während ihres zehnjährigen Beſtandes, ſo dürfte es dahin lauten: ſie ſuchte durch die angeſtrengte und ausdauernde Arbeit ihrer Lehrer die bei der Neubegründung ihr in Ausſicht geſtellte Anerkennung zu verdienen; denn ſie ſah ſich noch nicht den andern Landesgymnaſien gleichgeſtellt, namentlich mangelte ihr das Recht der Maturitätsprüfung.

*) Das Didaktrum wurde im Jahre 1826 von 12 fl. auf 15 fl. erhöht. **) Das Zeichengeld kam Oſtern 1830 in Wegfall.

Vertheilung der Lehrgegenſtände auf die einzelnen Klaſſen. öK.* Lehrgegenſtände. 1. I. III. 1v. Lehrgegenſtände. L. II. I11. V IV. Deutſche Sprache. 4 4 2 2 Naturkunde. V 2 2 V 1 1 V an eneIeſan) h,. Griechiſche Sprache 1 6[41 2 Geſchihte. 2 2 2 2 Hebräiſche Sprache. 1 1 Propädeutik der Philoſophie. 1= wie Heee he eelh ee

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Religion. ſ2 2 2 2 Schreiben. 1 4a s 3

Mathematik. 2 2 Singen. V 1 1