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Brust und.blickten mit gesenkten Augen schweigend auf den Boden. Man möchte sie eher für Mönche als für Soldaten halten. Sobald sie aber einiges Kleingeld erhielten, wonach ja allein ihr Wunsch stand, neigten sie von neuem das Haupt, sprachen laut ihren Dank aus und gingen mit vielen Glück- und Segenswünschen von dannen. Und in der Tat, wenn man mich nicht vorher darauf auf- merksam gemacht hätte, dass dies Janitscharen seien, hätte “ich sie leicht für eine Art türkischer Derwische oder andere Ordensbrüder gehalten, und doch sind dies die Janitscharen, welche überall so grossen Schrecken verbreiten. In Ofen hatte ich häufig Türken an meiner Tafel, die, durch die Süssigkeit meines Weines angelockt, um so begieriger danach waren, je weniger sie sonst Gelegenheit hatten, ihn zu trinken; um so ausgiebiger schütten sie denselben in sich hinein, wo es ihnen gelingt, dessen habhaft zu werden. Ihre Einladungen bei mir dehnten sie dann bis tief in die Nacht hinein aus; später, als mich das Spiel verdross, erhob ich mich vom Tisch und zog mich in mein Schlafzimmer zurück. Jene mussten dann wohl oder übel Miene machen, obwohl sie noch nicht vom Weine überwältigt waren, traurig nach Hause zu gehen. Aber gar bald kam ein junger Diener in ihrem Namen ‚mit der Bitte, ich sollte ihnen noch Wein überlassen und dazu meine silbernen Becher leihen; sie wollten, wenn es mir recht wäre, gern noch in irgend einem Winkel das Zechen fort- setzen. Ich liess ihnen natürlich so viel Wein als sie nur wollten und die erbetenen Becher reichen; sie aber hörten nicht eher zu trinken auf, bis sie von dem schweren Wein schlaftrunken zu Boden sanken. Das Trinken des Weines gilt bei den Türken als eine grosse Sünde, besonders für die Bejahrten, während die Jüngeren sich mit grösserer Nachsicht und Entschuldigung darin gehen lassen dürfen. Da sie aber nach diesem Leben eben so grosse Strafe zu gewärtigen haben, wie sie glauben, ob sie nun sehr wenig.oder sehr viel Wein getrunken haben, so fahren sie fort zu trinken, wenn sie einmal gekostet haben. Sie halten gewissermassen, wenn einmal die Sünde angebrochen ist, den Rest für straflos und setzen die Trunkenheit noch auf den Gewinnkonto. Solche und noch sonderbarere Ansichten hegen sie über das Trinken.


