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oder in welche ſie zum Theil neuerdings verſetzt worden ſind, nicht im Stande ſein werden, der gemachten Anforderung in gleicher Weiſe zu entſprechen.
Herr Prof. Phöbus bezieht ſich öfters auf ein zu erwartendes Werk ſeines Freundes Dr. Ratzeburg, welches demnächſt weiteren Aufſchluß über den behandelten Gegenſtand ertheilen werde. Da daſſelbe, ſeitdem erſchienen,*) inſofern zur Er⸗ gänzung und Vervollſtändigung des von Phöbus Geleiſteten dient, als es den ſchul⸗ und fachmäßigen Unterricht in den Naturwiſſenſchaften nicht bloß für Medicin, ſondern auch für Pharmacie, Land⸗, Forſt⸗ und Gartenbau, Berg⸗ und Baufach wie für Alle behandelt, deren Beruf auf ihr Studium gegründet iſt, und da es ſomit als das umfaſſendſte Werk der Art, als das werthvollſte Geſchenk ſich erweiſ't, welches bis jetzt die Naturforſchung der Pädagogik gemacht hat, ſo wird es ſach⸗ gemäß erſcheinen, ſeine freundliche Zuſendung durch geeignete Rückſichtnahme hier zu erwiedern. Der Verf. erklärt ſich entſchieden zu Gunſten des humaniſtiſchen Gymnaſiums:„Wie oft bieten ſich den Lehrern an Univerſitäten und Akademien die Gelegenheiten dar, die von Gymnaſien abgehenden Schüler mit anders Gebildeten im Erfolge ihrer Studien zu vergleichen. Die mit Hülfe des Alterthums herauf⸗ gezogenen zeigen ſich dabei faſt immer von einer vortheilhafteren Seite, und wenn es anders iſt, muß ich es für zufällig oder durch beſondere Umſtände erklärlich hal⸗ ten. Ihre Intelligenz beſitzt diejenige Allgemeinheit und Innerlichkeit, welche die Befähigung gibt, überall ſich zurecht zu finden und heimiſch zu werden. Bonnell beobachtete dies auch bei den zu bürgerlichen Gewerben abgehenden Gymnaſiaſten.**)—
*) Die Naturwiſſenſchaften als Gegenſtand des Unterrichts, des Studiums und der Prüfung zur Verſtändigung zwiſchen Lehrern, Lernenden und Behörden von Dr. Ratzeburg, Pro⸗ feſſor an der königl. preuß. akademiſchen Forſtlehranſtalt zu Neuſtadt⸗Eberswalde. Berlin 1849. LXXI und 481 S. in 8. Auch auf das erſte Heft dieſer Beiträge zur Gymnaſial⸗ reform iſt darin öfters, namentlich in der reichhaltigen Literatur S. XIII Bezug genommen.
**) Auch Jacobs in Berlin behauptet, daß tüchtige Geſchäftsmänner aller Art ſehr gern Gymnaſialſchüler in ihre Dienſte nähmen, und zwar gerade von ſolchen Gymnaſien, welche die alte Idee dieſer Schulen verhältnißmäßig am treuſten bewahrt hätten. Die S. 98 aus Tharand und Hohenheim angeführten Zeugniſſe ſprechen ſich in demſelben Sinne aus und verlangen vorgängige Maturitätsprüfung für das dortige Studium der Forſt⸗ und Landwirthſchaft. Auch der höhere Berg⸗ und Hüttenmann ſoll ein gediegen wiſſenſchaftlicher Gebildeter ſein mit tüchtiger Kenntniß des Lateiniſchen und der Geſchichte, als für die Benutzung alter Schriftſteller und Urkunden wichtig, und ſoll den Humanio⸗ ren nicht zu jung entfremdet werden. Der Artikel über Agriculturchemie iſt in dem vorliegenden Werke von Fr. Schulze in Eldena, dem Verfaſſer einer Chemie für Landwirthe, bearbeitet worden. Derſelbe ſagt unter Anderm:„Wie ſoll ſich der nach Einſicht und wiſſenſchaftlicher Aufklärung über ſeinen Beruf ſtrebende Landwirth verhalten gegenüber einer Wiſſenſchaft, welche ihm auf der einen Seite ſo viel verſpricht, andrerſeits aber ſeine Erwartungen ſo wenig befriedigt, daß er ſich vor ihr hüten muß, um nicht in Irrthümer zu gerathen, die dven Geldbeutel bedrohen und wohl gar ſeine ganze Subſi⸗ ſtenz gefährden? Männer, welche er als die höchſten Auctoritäten verehrte, ſah er rath⸗ los daſtehen, als es ſich um mehr denn bloß theoretiſches Räſonnement handelte, ihre Weisheit wurde zu Schanden. Das Dogma, welches gläubig hingenommen war und die Erwartungen des praktiſchen Landwirths aufs höchſte geſpannt hatte, ſank zur Irr⸗


