Aufsatz 
Über die Teilung des Winkels, speziell die Trisection
Entstehung
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I. Chronik des Gymnaſtums.

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Das neue Schuljahr begann 8. Oktober und wurde mit der Prüfung der neu eintretenden Schüler eröffnet; am folgenden Tage begann der Unterricht, nachdem die katholiſchen Schüler in der Pfarrkirche einem feierlichen Gottesdienſte beigewohnt hatten.

Der Geſundheitszuſtand ſowohl des Lehrercollegiums wie auch der Schüler war im Allge⸗ meinen ein befriedigender. Doch mußten während des Winterſemeſters die Collegen Schmitz und Heſſe, jener für 14 Tage, dieſer für 8 Tage wegen Krankheit von den übrigen vertreten werden. Die Länge des Winterſemeſters(8. October bis 13. April) bewirkte übrigens, daß mehreren Schülern der Secunda am Ende die Kraft verſagte, ſo daß ſie bereits in der zweiten Hälfte des März nach Hauſe beurlaubt werden mußten.

Am 1. Dezember trat der Candidat des höhern Schulamts Knögel ſein Probejahr am hieſigen Gymnaſium an. Von Neujahr ab wurde er mit Genehmigung des Königl. Provinzial⸗ Schulcollegiums mit voller Stundenzahl beſchäftigt. Dadurch wurde es möglich, einige läſtige Com⸗ binationen zahlreicher Klaſſen(der Tertia und der Secunda) zu beſeitigen und mehrere ſtark be⸗ ſchäftigte Lehrer zu entlaſten.

Um das großartige Schauſpiel eines Rhein⸗Eisganges zu genießen, wanderte die Prima am 31. Januar in Begleitung einiger Lehrer nach Coblenz. Da das Eis noch beim Lurleifelſen feſt ſtand, ſo fuhr die Klaſſe mit der Eiſenbahn nach Oberweſel, wo ſie anlangte, als eben das Eis ſich in Bewegung ſetzte. So anſtrengend die Tour war, ebenſo lohnend war ſie auch.

Vom 14. März ab wurden wöchentlich 2mal die üblichen öſterlichen Klaſſenexamina ab⸗ gehalten.- Am 22. März wurde das Geburtsfeſt Seiner Majeſtät des Kaiſers und Königs in her⸗ gebrachter Weiſe auf dem großen Rathausſaale durch Geſang, Deklamation und Feſtrede gefeiert, nachdem vorher in der kathol. und in der evangel. Pfarrkirche ein Feſtgottesdienſt gehalten war. Die Feſtrede hielt Gymnaſiallehrer Schmitz.

Vom 28. April bis zum 10. Mai mußte Oberlehrer Dr. Neuß von den Collegen ver⸗ treten werden, weil er als Reſerveoffizier zu einer Dienſtleiſtung einberufen war.

Auch in dieſem Jahre erhielt die Lehrerbibliothek durch die von verſchiedenen Verlegern eingeſandten Novitäten erfreulichen Inwachs. Wir ſagen den freundlichen Gebern unſern beſten Dank.

Am 5. Juli machte das Gonmaſenn den herkömmlichen Turnzug. Während die unteren Klaſſen einen weiteren Spaziergang durch den Montabaurer Wald machten, wanderten die beiden Tertien nach Coblenz und fuhren von da nach Cochem an der Moſel, deſſen ſchöne Umgebung durch⸗ ſtreift wurde. Auch die Secunda zog nach Coblenz und fuhr mit der Eiſenbahn von da nach Nie⸗ dermendig, von wo aus der Laacher See und die herrliche Abteikirche beſucht wurde. Die Prima brach bereits am Morgen des 4. Juli auf, weil der große Feldberg im Taunus, der diesmal als Reiſeziel auserſehen war, in einem Tage nicht zu erreichen iſt. Die Schüler ſchlugen den Weg über Hadamar ein, von wo die Eiſenbahn ſie nach Limburg brachte, deſſen ſtattlicher, neuerdings reſtau⸗