Aufsatz 
Bericht über die Jahrhundertfeier der Emanzipation der jüdischen Bewohner Frankfurts / von Ferd. Michel
Entstehung
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Philanthropin, 3 städtische und private Handelslehranstalten, 3 ein Konservatorium, 1 eine Universität, 1 ein Technikum, 1 eine Präparandenanstalt, 1 die Anstalt des hiesigen Frauenbildungsvereins. Die Verwaltung bestand im Berichtsjahr aus den Herren: Raphael M. Kirchheim(Vorsitzender), Direktor Dr Adler(Stellv, Vor- sitzender), August Goldschmidt(Kassierer), J. Ed. Goldschmid und Bankier Benny Oppenheimer. An Geschenken sind eingegangen:

1911 16. Februar von Frau Agathe St. Goar, geb. Model, am Todestag ihres Gatten Mk. 25.. 28. Februar von August Goldschmidt am Todestag der Frau Louise Goldschmidt Mk. 100.. 2. März von Herrn Gharles Risdorf am Todestag des Herrn Adolf Risdorf Mk 50.. 23. April von August Goldschmidt am Todestag des Herrn Maximilian Geldschmidt Mk. 100.. 17. Mai von Frau Jeanette Ochs Wwe. zum Andenken an ihren sel. Gatten Herrn Albert Ochs Mk. 50.. 31. Mai von Herrn Bankdirektor Sigmund Wormser zum ehrenden Gedächtnis an seine geliebten Eltern Mk. 50.. 1. Sept. von Frau Agathe St. Goar, geb. Model, am Todestag ihres Sohnes Paul Mk. 50. 17. Oktober von den Hinterbliebenen des sel Herrn Jacob Hermann Weiller Mk. 50

1912. 12. Januar von Herrn und Frau Charles Risdorf am Todestag ihres Sohnes Maximilian Mk. 50.. 15. Januar von Herrn Frhr. Max von Goldschmidt-Rothschild Mk. 200,.

2. Die B. H. Goldschmidtsche Stipendien-Stiftung; sie hat den milden Zweck der Unterstützung befähigter und würdiger junger Leute jüdischer Religion zur Vorbereitung und Ausbildung für einen wissenschaftlichen, technischen oder sonstigen Lebensberuf, für welchen der Besuch einer Universität, eines Seminars oder einer technischen oder landwirtschaftlichen Lehranstalt erforderlich ist. Die Stiftung hatte im Studienjahr 1911/1912 45 Stipendiaten; von diesen studierten 2 Jurisprudenz, 6 Medizin, 3 Theologie, 15 Philologie, 2 technische Wissenschaften. Von 17 Seminaristen, die durch die Stiftung unterstützt wurden, besuchten 4 die Lehrerbildungsanstalt zu Hannover, 1 zu Kassel, 2 zu Berlin, 2 zu Alzey, 4 zu Münster, 3 zu Côln, 1 die Präparandenanstalt Burgpreppach. An Stipendien wurden verausgabt Mk. 11800. Die Verwaltung der Stiftung bestand im Berichtsjahr aus den Herren: Generalkonsul Freiherr Max von Goldschmidt-Rothschild(Vor- sitzender), Direktor Dr. Bruhn(stellvertr. Vorsitzender), Direktor Dr. Adler (Schriftführer und Kassierer), J. Ed. Goldschmid(Delegierter des Schulrats), Kommerzienrat Z. Hochschild(Gegenschreiber), S. Epstein(Delegierter des Gemeindevorstandes), Rechtsanwalt Dr. R. Merzbach(Delegierter des Gemeinde- ausschusses).