Aufsatz 
Englisch in der Untersekunda nach dem Frankfurter Reformplan / von M. Walter
Entstehung
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Allgemeines über die Verlegung des Englischen nach Untersekunda.

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In dem verflossenen Schuljahr 1897/98 ist zum ersten Mal der Versuch gemacht worden, das Englische auf dem Realgym- nasium nach Untersekunda zu verlegen, während es nach dem allgemeinen Lehrplan zwei Jahre früher, in Untertertia, be- gonnen wird.

Die Verschiebung des Englischen nach der Untersekunda hängt mit dem allgemeinen Grundsatz des Frankfurter Reformplans zu- sammen, der das Nebeneinander der Sprachen durch das Nach- einander ersetzt und zwischen den einzelnen, im Lehrplan neu auftretenden Sprachen einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren läßzt, so daß sich der Schüler erst gründlich in die eine Sprache einleben kann, ehe eine andere hinzukommt.

Die Verlegung des Latein nach III2 ist nach dem Beispiel des Reformrealgymnasiums in Altona schon erprobt worden und hat sich mit einer geringeren Stundenzahl, als sie im Frankfurter Lehrplan für die Realgymnasien vorgesehen ist, durchaus bewährt. Die weite Hinausschiebung des Englischen, das in Altona den dort vorliegenden Verhältnissen entsprechend schon in Quarta beginnt, hat dagegen gerade für das Realgymnasium nach Frank- furter Reformplan große Bedenken hervorgerufen. Hier verläßt eine große Zahl von Schülern die Untersekunda mit dem Be- rechtigungszeugnis zum einjährigen Militärdienst. Diese Schüler wenden sich meist dem praktischen Leben zu und zwar besonders dem Kaufmannsstande, für den eine gewisse Kenntnis des Eng- lischen als durchaus notwendig erscheint, ja in der Mehrzahl der Fälle geradezu als Bedingung der Annahme hingestellt wird. Werden denn Ihre Schüler nach nur einem Jahre Englisch so weit sein, um sich dann selbständig weiter bilden zu können? Werden wir nicht besser thun, bei der Wahl zwischen einem