Aufsatz 
Beschreibung des Schulgebäudes
Entstehung
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25.

In jedem Geschoß befinden sich in den Korridoren je 2 Wandtrinkbrunnen mit plattenverkleidung, ferner Pause- und Alarmsignale. Die drei Vorbereitungszimmer der naturwissenschaftlichen Lehrsäle, die Direktor- und Schuldienerzimmer sind unter sich durch eine Haustelefonanlage verbunden.

Für Beobachtungszwecke ist ein Dachreiter auf dem Hauptflügel aufgebaut, dessen Plattform Raum bietet für die Schüler einer Klasse. Die Beleuchtung der Schule geschieht mittels elektrischem Licht, die Beheizung mittels Niederdruckdampfheizung.

In dem ca. 2300 qm großen Schulhofe sind Recke, Barren und eine Springgrube angeordnet, ferner ist ein Wandtrinkbrunnen im Hofe vorhanden.

Der Vorgarten an der Brüder Grimm-Straße ist als botanischer Garten angelegt und hat unter anderem ein Wasserbecken zur Anpflanzung von Sumpf- und Wasser pflanzen..

Das Dienstwohngebäude liegt an der Nordwestecke des Grundstücks. Es ent- hnält im Erdgeschoß die Schuldienerwohnung, im 1. Obergeschoß und im ausgebauten Dachgeschoß die Direéktorwohnung. Erstere besteht aus 3 Zimmern, Küche, Bad nebst Zubehör und l Kammer, letztere aus 3 Zimmern, Küche und Diele im 1. Obergeschoß, 4 Zimmern, Badezimmer und 2 Kammern nebst Zubehõr im Dachgeschoß. Zur Direktor- wohnung gehört noch ein Gartenzimmer im Erdgeschoß, das sowohl direkt vom Garten aus als auch von dem Treppenhause der Direktorwohnung zugängig ist. Der um das Dienstwohngebäude gelegene Garten gehört zur Direktorwohnung. Die Ausstattung der Schuldienerwohnung ist in einfachster Weise durchgeführt. Die Direktorwohnung hat ein Zimmer(Eßzimmer) mit Holzvertäflung ca. 1,70 m hoch; die Diele hat Stoffbespannung zwischen Holzleistenteilung und einen Sitzplatz mit eingebauten Bänken an der Loggia. Die übrigen Wände sind tapeziert. In den Dachschrägen sind zum Teil Wandschränke

eingebaut. Die Fußböden des 1. Obergeschosses sind aus Eichenholzparkett, die übrigen aus

tannenen Riemen mit Oelfarbeanstrich.

Die beiden Wohnungen haben getrennte Eingänge und getrennte Treppen.

Die Direktor- und Schuldienerwohnungen sind mit dem Schulgebäude durch eine Haustelefonanlage verbunden.

Ein Verbindungsgang, der zwischen Schulgebäude und Direktorwohnung eingebaut ist, vereinfacht den Verkehr zwischen diesen Gebäuden und verbindet dieselben architek- tonisch miteinander zu einer Baugruppe.

Die Beleuchtung und Beheizung der Schuldienerwohnung geschieht mittels Gas bezw. Ofen, die Direktorwohnung mittels elektrischer Energie bezw. Warmwasserheizung.

Der äußere Aufbau des gesamten Bauwerkes ist in einfachsten, sachlichen Formen gehalten unter Beobachtung größter Sparsamkeit. Es ist hierbei besonderer Wert gelegt worden auf gute Verhältnisse der Baumassen zueinander.

Der Bau wurde begonnen juni 1910, die Ubergabe fand am 12. April 1912 statt. Die Gesamtbaukosten von Schulgebäude und Dienstwohngebäude betragen zusammen, ausschließlich Grundstückserwerbung und einschließlich Mobiliar, Einfriedigung usw. vor- aussichtlich ca. 720.000. M.