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20. Redeker, Auguſt. 23. Wilke, Karl. 21. Thorade,* Hermann. 24. Vockroth, Emil. 22. Werner, Albert..
Chronik des Gymnaſiums.
Das Lehrer⸗Collegium hat auch in dem abgelaufenen Schuljahr mannichfache Ver⸗ änderungen erfahren. Es ſchieden mit dem 1. October aus:
1) Der Prorector Pfarrer Meurer, um in den Ruheſtand zu treten. Die von ihm nach⸗ geſuchte Entlaſſung wurde ihm von dem Königl. Miniſterium unter ehrender Anerkennung der dem Staate in 43jähriger Dienſtzeit, dem hieſigen Gymnaſium 36 Jahre hindurch erfolgreich geleiſteten treuen Dienſte gewährt, und dieſe Anerkennung gleichzeitig außerdem noch durch Verleihung des rothen Adler Ordens IV. Klaſſe ausgeſprochen. Unſere dankbarſten Segenswünſche begleiten den verehrten Mann in die Ruhezeit; möge es ihm vergönnt ſein, ſich noch recht lange in voller leib⸗ licher und geiſtiger Rüſtigkeit der wohlverdienten Ruhe zu erfreuen.— 2) der wiſſenſchaftliche Hülfs⸗ lehrer Herr Spranck, um eine ord. Lehrſtelle an der h. Bügerſchule zu Homberg zu übernehmen, und 3) der cand. prob. Dr. phil. Marchand, um als wiſſenſch. Hülfslehrer am Gymnaſium zu Montabaur beſchäftigt zu werden. Wir bewahren die von ihnen unſerer Anſtalt geleiſteten Dienſte in dankbarer Erinnerung.
Hingegen traten zur ſelben Zeit(1. Octbr.) neu in das Lehrer⸗Collegium ein: 1) Der frühere ord. Lehrer am Kgl. Gymnaſium zu Schleuſingen Dr. Friedrich Zange als 1. Religions⸗ lehrer, und 2) Der frühere ord. Lehrer an der h. Bürgerſchule zu Caſſel Dr. Eduard Hart⸗ mann als 2. Mathematikus.
Friedrich Emil Moritz Zange, geb. 3. Sept. 1846 zu Neuhaus bei Sonneberg, empfing ſeine erſte Ausbildung auf dem Kgl. Gymnaſium zu Schleuſingen, bezog 1867 dieuniverſität zu Leipzig und ſtudirte Theologie und Philologie, erwarb ebendaſelbſt den philoſophiſchen Doktor⸗ grad und dort ſowie zu Meiningen(1870) die licentia concionandi, war bis 1872 Hauslehrer, dann 1872—74 Mitglied des theologiſchen Convikts am Kloſter U. L. Fr. zu Magdeburg und beſtand die Prüfung pro facultate docendi zu Halle a. S.(1874). Von Oſtern 1874 bis Michaelis 1876 war er als Lehrer am Kgl. Gymnaſium zu Schleuſingen thätig.— Im Druck erſchien von ihm die Schrift:
„Ueber das Fundament der Ethik. Eine kritiſche Unterſuchung über Kants und Schopen⸗ hauers Moralprinzip. Gekrönte Preisſchrift“ Leipzig 1872.
Eduard Arthur Theodor Julius Hartmann geb. den 23. Juni 1848 zu Marburg, beſuchte das Gymnaſium zu Rinteln, von welchem er zu Oſtern 1867 mit dem Zeugniß der Reife entlaſſen wurde. Er ſtudirte hierauf in Marburg Mathematik und Naturwiſſenſchaften und beſtand im Januar 1872 die Staatsprüfung.— Mit Anfang des Sommerſemeſters 1872 begann er ſeine Lehrthätigkeit, mit Verſehung einer Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Caſſel, an welcher Anſtalt er im Sommer 1874 zum ordentlichen Lehrer beſtellt wurde. Im Mai 1876 promovirte er in Marburg mit einer Abhandlung: Unterſuchung einiger Curven, welche durch Rollen von Kegelſchnitten erzeugt werden. Marburg 1876. Michaelis 1876 wurde er als ordentlicher Lehrer am hieſigen Königlichen Gymnaſium angeſtellt.


