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II. VNenfügungen des ℳœl. Provinzial-Schulkollegiums von allgemeinern Bedeutung.
1. Coblenz, den 22. Januar 1899. Die Grundzüge zu einer Einrichtung von wissen- schaftlichen Vorträgen für die Schüler der oberen Klassen werden mitgeteilt.
2. Coblenz, den 14. Februar 1900. Die an der Universität Freiburg in der Schweiz zurückgelegten Studiensemester kommen für die Zulassung zu einem geistlichen Amte und zu staatlichen und akademischen Prüfungen nicht in Anrechnung.
3. Coblenz, den 27. Februar 1900. Die Ferienordnung wird für das am Donnerstag, den 26. April d. Js. beginnende Schuljahr 1900 festgesetzt wie folgt:
Schluss des Unterrichts: Anfang des Unterrichts: 1. Pfingstferien: Samstag, den 2. Juni. Dienstag, den 12. Juni. 2. Sommerferien: Mittwoch, den 8. August. Donnerstag, den 13. September. 3. Weihnachtsterien: Donnerstag, den 20. Dezember, Donnerstag, den 3. Januar 1901. 4. Osterferien: Dienstag in der Charwoche. Mittwoch, den 24. April.
III. Zur Geschickte des Gymnasiums.
Das Schuljahr ward am 13. April 1899 eröffnet. Die Pfingstferien dauerten vom 20. bis zum 24. Mai einschliesslich, die Herbstferien vom 16. August bis zum 19. September, die Weih- nachtsferien vom 21. Dezember 1899 bis zum 3. Januar 1900.
Mit dem Anfang des Schuljahres wurde die durch Berufung des Oberlehrers Neuber an das Gymnasium zu Bonn erledigte Oberlehrerstelle(siehe Bericht des Schuljahres 1898/99) durch den Oberlehrer Koester vom Gymnasium zu Saarbrücken neubesetzt. Der Kandidat Dr. Lennich übernahm zunächst eine Vertretung am Gymnasium zu München-Gladbach und setzte dann das Probejahr an der Oberrealschule zu Düsseldorf fort.
Oberlehrer Brass nahm bis zum 22. April an einem naturwissenschaftlichen Kursus in Göttingen teil. Oberlehrer Koester ward vom 24. bis zum 29. April durch Unwohlsein von der Schule ferngehalten. Am 23. Juli erkrankte derselbe so erheblich, dass er bis zum Schlusse des Schuljahres beurlaubt werden musste. Der Anstalt ward zur Aushilfe im Anfang des Winter- halbjahres der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Goldbach zugewiesen, der bis dahin am Gymnasium zu Düren beschäftigt war. Der Direktor nahm vom 25. bis 27. Mai an der 7. Rheinischen Direktorenversammlung teil.
Am 5., 6. und 7. Juli beging die Anstalt ihre hundertjährige Jubelfeier, über deren Ver- lauf oben ausführlich berichtet ist. Die Oberlehrer Dr. Czwalina und Dr. Heep wurden bei dieser Gelegenheit zu Professoren ernannt. Seine Majestät der Kaiser und König verlieh dem


