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Zeugnis ablegen, sondern auch fortlebende Denkmäler der Erinnerung an einen Mann sind, der auf andern Gebieten eine noch gröszere Thatkraft entfaltet hat.
Im Herbste des Jahres 1817 schrieb er über die älteste Gelehrtenschule zu Fulda, besonders unter Magnentius Hrabanus Maurus. Im darauffolgenden Jahre erschien keine eigentliche Abhand- lung, aber die Einladung zu den öffentlichen Prüfungen enthielt die Obersichten von den auf dem Gymnasium und Lyceum vorgetragenen Unterrichtsgegenständen, wodurch man einen vollständigen Überblick über die gesamte Unterrichts-Verteilung an beiden Anstalten erhält. 1819: De probitate morum cum literarum studiis coniungenda prolusio. 1820: Præcepta quaedam et monita literarum studiosis ad vitam honeste instituendam inprimis necessaria. 1821: In memoriam Joannis Baptistae Hillenbrand, Gymnasii Fuldensis quondam rectoris dignissimi, prolusio; eine vortreffliche und ausführliche Biographie, aus welcher oben als zuverlässig nnd genau die Grundzüge aus dem Leben Hillenbrands entnommen sind. 1822: Erinnerungen und Winke an Eltern und andere, welche auf die Erziehung der Jugend Einflusz haben. 1823: Fortsetzung und Schlusz der vorhergehenden Abhandlung. 1824: Die bereits oben erwähnte Biographie Karls, von Piesport. 1825: Etwas zur Empfehlung des Studiums der lateinischen und griechischen Sprache und ihrer Klassiker. 1826 schrieb Prof. Petri die Abhandlung: Philipp und Alexander, die merkwürdigsten Könige von Macedonien. 1827 enthielt das Programm eine Erörterung„Über den Werth der Tonkunst, besonders mit Rücksicht ihres Einflusses auf Gemüt und Sitten“. Die Abhandlungen von 1822, 1823 und 1827 tragen nicht, wie die übrigen, auf dem Titelblatte den vollen Namen J. L. Pfaff, groszherzoglich-fuldaischer Studien-Kommissarius und Vikariatsrat, oder kurzweg J. Leonardus Pfaff; es ist jedoch keines- wegs ausgeschlossen, dasz sie auch von ihm herrühren. Die Abhandlung von 1828: Leben und Wirken Winfrieds Bonifatius, des Apostels der Deutschen und Stifters der fuldaischen Kirche, (in Versform) trägt wieder die Aufschrift J. L. Pfaff, geistl. Rat und Studien-Kommissar, desgleichen die von 1829: Programma subnectens de instanti consecratione reverendissimi Domini J. Adami Rieger, episcopi Fuldensis desideratissimi; eine lateinische Ode im alcäischen Versmasze. Seine letzte höchst verdienstvolle Arbeit(1831), womit er seine Thätigkeit am Lyceum und Gymnasium beendigte und den Rektorstab niederlegte, um einen wichtigeren, den Bischofsstab von Fulda, als Nachfolger des hl. Bonifatius in seine sicheren Hände zu nehmen, führt den Titel: Vita Athanasii Kircheri Geisani, insignis sui temporis philosophi et mathematici et orientalium linguarum peri- tissimi. Nebst Bild Kircher's, einer Lithographie nach dem früher im Rathause zu Geisa aufbe- wahrten Olgemälde, das durch einen groszen Brand zu Grunde gegangen ist. Zu dieser Abhand- lung waren dem Verfasser auf sein Ansuchen Nachrichten und Briefe vom Kollegium Romanum in Rom mitgeteilt worden.
Die Abhandlung von 1832 schrieb der zum Studienkommissar ernannte Prof. Dr. J. Burkhard Schell: Inest pacti definitio et primaria divisio, welcher er im Sept. 1834 einige Wochen vor seinem Tode noch das Programm folgen liesz:„Insunt duo vota una cum affixa votiva tabula. IIla de- precantur horrorem ardui in rebus mentis, praesertim mathematicis. Haec fidei vota, auxilio simul ut sit in submittendis rationi arduis terrae, dedicata est““.
Die Wiederbesetzung der Zeichenlehrerstelle, welche 1805 zwar vorgesehen, aber seit Cou- drays Weggang nicht erfolgt war, nahm die Kurfürstliche Regierung 1832 abermals in die Hand


