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schwarzen Mann und im Rädchen bei Strafe aufzugeben, keinen Lyceisten oder Gymnasiasten mehr aufzunehmen, sie zu verheimlichen und gegen die Nachforschungen des Pedellen in Schutz zu nehmen. 1829 wurde mehreren Lyceisten infolge Verfügung der Regierung bei versammelten Schülern die Ausweisung verkündigt und auch ein Wirt von der Polizei in Strafe genommen.
Bis zum Jahre 1827 hatte Schaum 3 Jahre hindurch nur das Schulgeld der Vorbereitungs- klasse als Remuneration bezogen; derselbe erklärte deshalb Okt. 1827, dasz, wenn er den von seinen Vorgängern bezogenen Gehalt nicht ebenfalls erhalten werde, er sich um eine Pfarrstelle bewerben wolle, was denn in der That auch eintrat. Schaum, geb. zu Hünfeld am 28. Okt. 1801, wurde 1828 Pfarrer in Hanau und Landdechant; später kam er in gleicher Eigenschaft nach Fritzlar und am 7. April 1857 wurde er zum Domkapitular ernannt. Er starb am 9. Nov. 1865.
1828 wurde Franz Kiee aus Geisa, geb. 10. Okt. 1805, als Lehrer der Vorbereitungsschule und ein Jahr darauf als ordentlicher Gymnasiallehrer angestellt. In demselben Jahre trat Karl Vollmar aus Fulda, geb. 22. Sept. 1807, als Lehrer der Vorbereitungsschule ein, Heinrich Neuhof, geb. 1804 den 16. Sept., wurde 1829 als zweiter Pfarrer an⸗der evangelischen Gemeinde zu Fulda und als Hülfslehrer am Gymnasium ernannt. Diese drei talentvollen Lehrer wurden bei der Reorgani- sation, ebenso wie Kilian Wolf, geb. 1. Jan. 1802 zu Hattenhof, welcher 1830 das Programm„de divina mundi moderatione e mente C. Corn. Taciti“ und 1833 die Abhandlung„der hl. Krieg der Phokier“ geschrieben hatte, als ordentliche Gymnasiallehrer beibehalten, starben aber leider schon nach wenigen Jahren.
Im Nov. 1831 wurde der seitherige, in jeder Beziehung hochverdiente Studien-Kommissar an die Stelle des verstorbenen Bischofs Johann Adam Rieger von dem Domkapitel zum Bischofe von Fulda gewählt. Sein letztes Programm Vita Athanasii erschien im Herbste 1831, und damit schied er aus seinem Amte als Studien-Kommissar. Auf seinen Antrag wurde von dem Ministerium auf Vorschlag der Regierung der seitherige Professor der Philosophie am Lyceum Dr. J. Burkard Schell zum Studien-Kommissar ernannt.
Johann Leonard Pfaff, geb. am 18. Aug. 1775 zu Hünfeld, kam nach Absolvierung des Unterrichts in der Elementar-Schule seiner Vaterstadt auf das hochfürstliche Gymnasinum zu Fulda, dem damals Hillenbrand als Direktor vorstand. Nach beendigten Gymnasialstudien ging Pfaff zu dem Studium der Philosophie an der Adolphiana unter den Professoren der Benediktiner über und vollendete dasselbe durch das Examen, in welchem er zweiter Defendens wurde, erlangte unter dem Vorsitze Hellers am 4. Sept. 1794 die philosophische Doktorwürde und wandte sich darauf zum Studium der Theologie, was jedoch nicht ausschlosz, dasz er auch Kollegien über römisches Recht und über die Anatomie des Gehirns und der Sinneswerkzeuge hörte. Nach dieser vielseitigen Aus- bildung trat er in das Priesterseminar ein, wo er als Alumnus das Amt eines Repetitors der Philosophie an der Universität versah, bis er Instruktor der fürstlichen Edelknaben wurde. Am 22. Sept. 1798 empfing er die Priesterweihe, wurde Kaplan an der Stadtpfarrei und durch Dekret vom 4. Okt. 1802 Prof. an dem hochfürstlichen Gymnasium; kaum hatte er jedoch sein Amt angetreten, als die Säkularisierung des Hochstifts eintrat und damit die Aufhebung der Universität und des hochfürstlichen Gymnasiums, an deren Stelle die neue Stiftung des Lyceums und Gym- nasiums trat. Der Fürstbischof Adalbert ernannte ihn am 16. Juni 1803 zu seinem Hofkaplan


