Berlin Philologie, Deutsch und Geschichte und bestand im Febr. 1870 die Prüfung pro fac. doc. Im April trat er sein Probejahr am G. zu Fulda an, wurde aber schon nach einem Quartal beim Ausbruch des Krieges mit Frankreich unter die Fahne gerufen. Am 3. Okt. 1870 erhielt er das eiserne Kreuz II. Kl. Nach dem Kriege wurde er G. L. in Montabaur und am 1. Okt. 1875 Rektor des Real-Pro-G.s zu Oberlahnstein. Im Febr. 1885 wurde er zum Direktor des G.'s zu Trier ernannt.
81. Bosing Johann, kath., geb. zu Fulda den 25. Juni 1844, widmete sich von 1866— 1869 in Marburg dem Studium der Philologie und der Geschichte. Noch vor bestandenem Examen, dem er sich erst im April 1870 unterzog, wurde er seit dem März 1869 an der höheren Bürger- schule zu Fulda auftragsweise beschäftigt und im Juli 1870 zugleich zur Ableistung seines Probe- jahres am G. unter ausnahmsweisen Bedingungen zugelassen. Vom G. schied er zu Ende Dez. 1870. An der höheren Bürgerschule wurde er ordentlicher Lehrer im Juni 1873. Im März 1875 wurde er zum G. L. in Hersfeld und Michaelis 1884 zum O. L. in Hadamar ernannt.
82. Krämer Christian Ernst, kath., geb. zu Weilburg den 9. Augüͤst 1839, studierte von 1858—1862 in Greifswald, Berlin, Bonn und Giessen Philologie und Geschichte. Seit dem Früh- jahr 1862 hielt er sich in der Schweiz auf, seit 1863 als Hauslehrer in Neapel, seit dem Herbst 1864 als Privatlehrer in Rom, seit Ostern 1865 wieder in Deutschland. Nachdem er im Januar 1866 das Examen pro fac. doc. bestanden hatte, wurde er im April Kollaborator am Real-G. zu Wiesbaden, im Frühjahr 1867 Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Geisenheim und im Dez. 1868 Rektor einer Privatanstalt zu Höhr(Amt Montabaur). Am 1. April 1871 wurde er als H. L. an das G. zu Fulda versetzt und im Nov. zum G. L. befördert. Vom Okt. 1871 bis Mi- chaelis 1873 war er zugleich aushülfsweise an der höheren Bürgerschule beschäftigt und seit dem März 1873 auch Rendant der Gymnasialkasse. Durch Reskript vom 17. Aug. 1874 wurde er dem G. zu Hadamar überwiesen(eingetreten am 1. Okt.), wo er am 20. Juni 1883 starb.
83. Franke Stephan, kath., geboren zu Attendorn(Kreis Olpe) den 21. Nov. 1845, besuchte von 1866— 1870 die Akademie zu Münster, wo er Philologie studierte. Im Jan. 1871 unterzog er sich der Prüfung pro fac. doc. Während seines Probejahrs, das er vom April 1871 bis dahin 1872 am G. zu Fulda abhielt, war er zugleich mit der Erteilung von Unterricht an der höheren Bürgerschule beauftragt. Im April 1872 kam er als B. L. an das G. zu Hanau und Ostern 1874 als ordentlicher Lehrer an das Pro-G. zu Boppard.
84. Löffler Karl, kath., geb. zu Worbis den 25. Sept. 1843, studierte seit 1865 Mathematik in Bonn und Halle und unterzog sich am letztgenannten Orte dem Examen pro fac. doc. im März 1872. Vom April dieses Jahres bis Ostern 1873 hielt er sein Probejahr am G. in Fulda ab. Später war er als Lehrer in Peru und Bolivia thätig. Nach Europa zurückgekehrt, ging er im Winter 1880/81 nach Mainz und übernahm Ostern 1881 in Gemeinschaft mit Dr. Heskamp die Leitung der seitherigen Kleinschen Real- und Handelsschule. Mit Ende des Jahres 1881 trat er von dieser Stellung zurück und privatisierte zuerst längere Zeit in Mainz, später in Worbis.
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