Aufsatz 
Die Lehrer des Gymnasiums von 1835 bis 1885
Entstehung
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75. Genssler Gabriel, kath., geb. zu Hofaschenbach den 25. Juli 1842, studierte von 1864 1867 in Marburg Philologie und Geschichte. Im Jan. 1868 wurde er Pr. am G. zu Fulda, wo er seit dem 2. Quartal des Sommersemesters eine Lehrerstelle versah. Ostern 1869 ging er als B. L. nach Hadamar, Michaelis 1871 als H. L. nach Beuthen und nach einem Jahre als ordent- licher Lehrer an das Pro-G. zu Prüm. Hier starb er am 6. Jan. 1883.

76. Zilch Georg, Dr., ev., geb. zu Melsungen den 14. Mai 1840, widmete sich von 1861 1864 in Marburg und Leipzig dem Studium der Philologie und Geschichte und bestand im Dez. 1864 die theoretische Prüfung. Sein Probejahr trat er zu Marburg Ostern 1865 an und wurde im Herbst mit der Versehung einer Lehrerstelle beauftragt. Nachdem er sich im Juni 1866 der praktischen Prüfung unterzogen und im Dez. den philosophischen Doktorgrad erworben hatte(Diss.: Untersuchungen üder die politische und innere Geschichte der Stadt Melsungen.), wurde er im Mai 1867 H. L. und als solcher im Juni 1868 nach Fulda versetzt. Hier wurde er im April 1869 zum G. L. und im Dez. 1880 zum O. L.(vom 1. Nov. ab) befördert.

77. Breitung Hermann, kath., geb. zu Kassel den 20. Okt. 1842, machte seine Vorstudien am bischöflichen Seminar zu Fulda und erhielt am 21. März 1865 die Priesterweihe. Bis zum Juni 1869 war er Domkaplan zu Fulda. Im Aug. 1868 wurde er mit Erteilung des Religions- unterrichtes in einigen Klassen des G.'s bis auf weiteres beauftragt. Im Juli 1869 wurde er als Kuratus nach Hersfeld versetzt, wo er zugleich als Königl. Garnisonspfarrer und als Religions- lehrer am G.(seit dem 1. Aug.) fungierte, und erhielt im Mai 1873 die Pfarrstelle zu Kranlucken (Sachsen-Weimar). Im Juli 1879 wurde er zum katholischen Religionslehrer am G. zu Fulda pro- visorisch bestellt und vom 1. Jan. 1880 ab zum ordentlichen Lehrer definitiv ernannt.

78. Deventer Joseph, kath., geb. zu Paderborn den 6. Jan. 1843, studierte Mathematik und Physik und bestand im Jan. 1869 zu Berlin das Examen pro fac. doc. Am G. zu Fulda hielt er von Ostern 1869 bis dahin 1870 sein Probejahr ab, während dessen er für kurze Zeit(5. Dez. 1869 22. Jan. 1870) mit der Versehung einer Lehrerstelle am G. zu Hanau beauftragt war. Im Aug. 1870 wurde er H. L. am Real-Pro-G. zu Schmalkalden und bekleidete diese Stelle 14 Mo- nate. 20. Dez. 1872 in Paderborn.

79. Bölke Anton, Dr., kath., geb. zu Münster den 24. Jan. 1830, studierte von 1850 bis 1854 in Münster Philosophie und Theologie und von 18641867 in Berlin Philologie. In der Zwischenzeit war er, nachdem er am 25. Juli 1854 die Priesterweihe erhalten hatte, meistens zu Rheinberg als Kaplan und als Lehrer an einer lateinischen Schule thätig. Das philologische Examen bestand er im Dez. 1867 und promovierte im Febr. 1868(Diss.:ÜUber Platons Beweise für die Unsterblichkeit der Seele.), worauf er das Probejahr am G. zu Hadamar abhielt. Zu Ostern 1869 wurde er als G. L. in Fulda angestellt und vom 1. Okt. 1882 ab zum O. L. befördert.

30. Wirsel Rudolf, Dr., kath., geb. zu Büren den 3. Sept. 1843, studierte von 1864 1866 in Münster und nach dem Feldzuge von 1866, an welchem er sich als Reserve-Offizier beteiligte, in