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zu Kassel über und unterzog sich im August der praktischen Prüfung. Im Sept. wurde er zum H. L. und im Herbst 1868 zum G. L. ernannt.+† 26. April 1871 zu Kassel.
70.*Gesang Johann, kath., geb. zu Fulda den 31. Aug. 1820, besuchte das Schullehrerseminar zu Fulda bis Ostern 1839 und wirkte dann als Lehrer in Horas. Im März 1851 wurde er Stadt- kantor zu Fulda. Von April bis Michaelis 1865 und vom Dez. 1867 bis zum Sommer 1869 ver- trat er den erkrankten Gesanglehrer des G.s A. Henkel und erhielt nach dem Tode desselben seine Stelle(im April 1871). Seit dem Nov. 1874 ist er zugleich Rendant der Gymnasialkasse.
7I. Schäfer Emil, ev., geb. zu Hanau den 4. März 1831, studierte von 1852— 1855 in Mar- burg, Heidelberg und Berlin Theologie und bestand das Fakultätsexamen im Nov. 1855. Von 1856— 1859 war er Pfarrverweser zu Schwarzenfels und dann bis 1865 zu Bischofsheim. Zu Ende dieses Jahres wurde er(vom 1. Jan. 1866 an) als zweiter Pfarrer der evangelischen Gemeinde zu Fulda und zugleich als Religionslehrer am G. angestellt. Von 1866—1868 erteilte er auch an der höheren Bürgerschule daselbst Religionsunterricht.
72. Jäneke Friedrich, ev., geb. zu Fulda den 1. Dez. 1844, wurde im Okt. 1866 proviso- rischer und im Mai 1868, nachdem er sich an der Central-Turnanstalt zu Berlin die vorschrifts- mässige Qualifikation erworben hatte, definitiver Turnlehrer am G. zu Fulda. Als solcher wurde er seit dem Sommer 1867 zugleich an der höheren Bürgerschule beschäftigt.
73. Weidenmüller Karl, Dr., ev., geb. zu Kassel den 23. Aug. 1843, besuchte von 1861— 1864 die Universitäten Marburg und München, wo er Mathematik und Naturwissenschaft studierte, und bestand im Juli 1864 die theoretische Prüfang. Während seines Probejahres, das er von Michaelis 1864 bis dahin 1865 am G. zu Kassel abhielt, promovierte er auf Grund der Abhandlung:„Inhalts- bestimmung sphärischer Zwei- und Dreiecke, deren Seiten nicht Bogen grösster Kreise sind.“ Während des Sommers 1866 bekleidete er eine Lehrerstelle an der Handelsschule zu Offenbach. Im Juni bestand er auch die praktische Prüfung. Im Sept. wurde er H. L. zu Hanau, im März 1867 in Fulda, im Jan. 1869 G. L. daselbst und am 1. April 1879(Reskript vom 18. Jan.) O. L. in Marburg.
74. Braun Philipp, Dr., ev., geb. zu Fulda den 24. Dez. 1844, studierte von 1863— 1867 in Göttingen, München und Marburg Philologie und Geschichte. Nach bestandenem Examen wurde er zu Michaelis 1867 am G. zu Fulda Pr. und gleichzeitig mit Aushülfe im Unterricht beauftragt. Im April 1869 wurde er zum G. L. ernannt. Im Mai promovierte er auf Grund der Abhandlung: „Observationes criticae et exegeticae in C. Valerii Flacci Argonautica“. Vom Okt. 1871 bis Mi- chaelis 1873 war er zugleich aushülfsweise an der höheren Bürgerschule beschäftigt. Im Sept. 1875 wurde er an das G. zu Marburg und im März 1884, nachdem er inzwischen(im Okt. 1878)
zum O. L. befördert war, an das G. zu Weilburg versetzt. Ostern 1880 hatte er zu einer Reise
nach Italien und Griechenland auf ein Jahr Urlaub erhalten. 3*


