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Marburg, Bonn und Berlin Philologie und Theologie und bestand im Frühjahr 1855 das philolo- gische und im Nov. und Dez. 1856 das theologische Fakultätsexamen. Im Jan. 1857(Reskript vom 17. Nov. 1856) wurde er Pr. am G. zu Hanau, nach Ablauf des Probejahres mit der Fort- versehung des Unterrichts bis Ostern beauftragt und dann auf sein Nachsuchen beurlaubt. Vom Juni 1858 bis April 1859 war er B. L. in Fulda, vom Nov. bis Weihnachten in Hersfeld und vom Jan. 1860 bis Michaelis in Hanau. Im Juli bestand er die praktische Prüfung. Im Herbst wurde er G. L. in Guben, promovierte im Juni 1861(Diss.:„Quaestionum criticarum et exegeticarum in Aristotelis Ethica Nicomachea specimen“.), wurde O. L. Ostern 1865, ging als solcher Michaelis nach Torgau und als Prorektor Michaelis 1874 nach Jauer.
58. Wesener Eduard, Dr., kath., geb. zu Recklinghausen in Westfalen den 10. Jan. 1808, studierte in Bonn, Leipzig und Berlin von 1826— 1829 und bestand am letztgenannten Orte die Prüfung pro fac. doc. Von Michaelis 1829 bis dahin 1830 hielt er sein Probejahr an der später zu einem vollständigen Gymnasium erhobenen Anstalt seiner Vaterstadt ab, worauf er zu Köln seiner Militärpflicht Genüge leistete. Im Sept. 1832 wurde er Präzeptor und H. L. am G. zu Paderborn, Ostern 1835 G. L. in Recklinghausen, im Nov. 1839 O. L. zu Kulm an der Weichsel und im Okt. 1852 zu Koblenz. Von hier wurde er Ostern 1859 als Direktor nach Fulda berufen (Reskript vom 9. Febr.), welche Stelle er im Herbst 1862 mit der des Direktors und Oberschul- rats am G. zu Hadamar vertauschte. Hier starb er am 9. Nov. 1873.
59. Bode Julius, ev., geb. zu Schwarzenfels den 3. Juli 1832, widmete sich von 1854—1858 in Marburg und Heidelberg dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaft und bestand das Examen pro fac. doc. im Dez. 1858. Zu Ostern 1859 trat er sein Probejahr am G. zu Fulda an und setzte es vom Juni ab am G. zu Marburg fort. Ostern 1860 kam er als wissenschaftlicher H. L. an das mit der Realschule vereinigte G. zu Dortmund und, nachdem er sich im Juni 1862 in Marburg der praktischen Prüfung unterzogen hatte, zu Michaelis 1863 als ordentlicher Lehrer an das Real-G. zu Hagen. Zu Ostern 1866 wurde er erster ordentlicher, später Titular-O. L. am Real-Pro-G. zu Langensalza und Michaelis 1872 O. L. am Real-G. zu Mülheim am Rhein.
60.*Odenwald Georg Joseph, kath., geb. zu Horas bei Fulda den 9. Okt. 1835, besuchte von 1852— 1855 das Schullehrerseminar zu Fulda und wirkte dann als Volksschullehrer zu Michels- rombach, Flieden und Niederkalbach. Von Ostern 1860 bis dahin 1866 war er Privat-Musiklehrer in Fulda. Im Jan. 1860 wurde er mit dem Schreibunterricht und der Besorgung der Expeditions- geschäfte am G. zu Fulda beauftragt, welche Stelle er bis Ostern bekleidete. Vom Juni 1866 bis Juli 1873 war er Gesanglehrer an der höheren Bürgerschule in Fulda, vom Jan. 1870 bis April 1876 Domorganist und Gesanglehrer am Priesterseminar daselbst und vom März 1871 bis Mai 1872 sowie vom Aug. 1875 bis 1. April 1876 auch kommissarischer Musiklehrer am Schul- lehrerseminar. Im April 1876 wurde er als Seminarlehrer nach Pfalzburg berufen.
61l.* Rathmann Heinrich, kath., geb. zu Neustadt im Kreis Kirchhain den 30. Aug. 1830, wurde im Sommer 1851 mit dem Zeugnisse der Reife aus dem Schullehrerseminar zu Fulda ent-


