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Lehrerstelle am G. zu Fulda beauftragt(eingetreten zu Ostern) und im Arg. 1856 als G. L. an- gestellt. † 16. Juni 1868 zu Fulda.
53. Ostermann Christian, Dr., ev., geb. zu Hersfeld den 15. Juli 1822, widmete sich von 1841— 1845 zu Marburg dem Studinm der Philologie, Geschichte und Theologie und bestand im Febr. 1845 das philologische Fakultätsexamen. Im Aug. erlangte er den Doktorgrad in der Philosophie(Diss.:„De praeconibus Graecorum“.) und im Okt. tràt er als Pr. am G. zu Hersfeld ein. Im Juli 1846 bestand er das theologische Fakultätsexamen. Im Jan. 1847 wurde er B. L. und als solcher, nachdem er im Juni sich der praktischen Prüfung unterzogen hatte, im Okt. 1848 nach Kassel versetzt. Daselbst wurde er im Sept. 1853 H. L., ging im Aug. 1854(Re- skript vom 15. Juni) an das G. zu Fulda über, wurde im Mai 1856 G. L., seit März 1864 in Kassel, seit Juli 1866 wieder in Fulda, im Jan. 1869 O. L. und im Juni 1876 Prof. Am 1. Nov. 1880 trat er, nachdem er schon seit Ostern beurlaubt gewesen war, in den Ruhestand, wobei er den Roten Adlerorden IV. K. erhielt.
54. Rollmann August, ev., geb. zu Ostheim bei Hanau den 24. Juli 1814, studierte von 1832 bis 1835 in Marburg Theologie, wurde 1840 Pfarrverweser, 1843 definitiv bestellt, 1855 zweiter Pfarrer der evangelischen Gemeinde zu Fulda und durch Reskript vom 26. April des genannten Jahres zugleich Religionslehrer am G. Als solcher fungierte er bis zu Ende Okt. 1861 und wieder vom Mai bis Dez. 1865. Seit 1868 giebt er an der höheren Bürgerschule Religionsunterricht. Im Herbst 1861 wurde er zum ersten evangelischen Pfarrer und geistlichen Iuspektor befördert.
55. Lotz Johann Friedrich, Dr., ev., geb. zu Hanau den 10. Nov. 1810, studierte von 1833 bis 1837 zu Heidelberg und Marburg Mathematik und Naturwissenschaft und bestand im Sommer 1837 das theoretische Examen. Im Herbst trat er sein Probejahr am G. zu Hanau an, Wurde im Sommer 1838 B. L., im Dez. 1841 H. L. und, nachdem er im Mai 1844 auf Grund der Abhandlung„De functionibus symmetricis“ promoviert hatte, im Okt. 1846 G. L. Als solcher war er vom Okt. 1856 bis April 1866 in Fulda und dann wieder in Hanau thätig, wo er am 21. Okt. 1868 starb.
56. Koerber Joseph, Dr., kath., geb. zu Fulda den 7. Juli 1834, studierte von 1854— 1858 in Marburg und Göttingen Philologie und Geschichte, bestand die theoretische Prüfung im März 1858, wurde Pr. am G. zu Fulda im April und B. L. im Juni. Als solcher im April 1862 an das G. zu Kassel versetzt, unterzog er sich der praktischen Prüfung im Juni und wurde im Dez. 1863 zum H. L. ernannt. 1864 erwarb er sich die Doktorwürde auf Grund der Abhandlung: „Ober den Rhetor Seneca und die römische Rhetorik seiner Zeit.“ Im April 1866 nach Fulda zu- rückversetzt, wurde er G. L. im Mai 1867, O. L. im Jan. 1869 und Prof. im März 1884. Vom Nov. 1872 bis zum März 1873 war er zugleich Rendant der Gymnasialkasse.
57. Münscher Friedrich, Dr., ev., geb. zu Hanau den 10. Nov. 1832, besuchte nach dem Maturitätsexamen noch ein Semester das G. zu Schulpforta, studierte von 1850— 1856 zu Göttingen,


