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die Prüfungen in diesen Fächern im Herbst 1845 und im Jan. 1847, worauf er eine Informator- stelle zu Berlin annahm. Im OCkt. 1848 wurde er dem G. zu Kassel als Pr. zugewiesen, im Okt. 1850(Reskript vom 12. Aug.) B. L. in Fulda und, nachdem er sich im Sommer 1854 der prak- tischen Prüfung unterzogen hatte, im April 1856 H. L. Im Sept. ging er an die Realschule zu Hanau über, zu deren Direktor er am 12. Mai 1876 ernannt wurde.
50. Gross Friedrich Georg Karl, Dr., ev., geb. zu Kassel den 14. Juli 1822, besuchte von 1841— 1845 die Universitäten zu Marburg und Göttingen, wo er Theologie und Philologie studierte, und bestand im Anfang des Jahres 1845 die philologische Fakultätsprüfung. Im Mai erwarb er sich die philosophische Doktorwürde.(Diss.:„Vindiciarum Homericarum partic. I.“) Im Okt. wurde er Pr. am G. zu Kassel und, nachdem er sich im Juni 1847 der praktischen Prüfung unterzogen hatte, im Dez. B. L. In dieser Stellung verblieb er, bis er(im Dez. 1850) zur Versehung einer Lehrerstelle an das Pro-G. zu Schmalkalden ging. Von da am 1. Dez. 1852 an das G. zu Fulda versetzt(eingetreten im Jan. 1853), wurde er im Sept. 1853 zum H. L. ernannt, im Juni 1854 dem G. zu Kassel überwiesen, im Nov. 1855 zum G. L. und im Juli 1869 zum O. L. befördert. Zu Ostern 1875 legte er sein Lehramt nieder, um die Stelle eines Bibliothekars an der Landes- bibliothek zu Kassel zu übernehmen.+† 30. Sept. 1879 in Kassel.
51. Kellner Wilhelm, Dr., ev., geb. zu Witzenhausen den 21. Aug. 1829, bezog 1848 die Universität zu Marburg und später die zu Leipzig, um Philologie und Geschichte zu studieren. Im Febr. 1854 wurde er dem G. zu Fulda als Pr. zugewiesen(eingetreten zu Ostern) und war nach Ablauf des Probejahrs Lehrer an der Benderschen Erziehungsanstalt in Weinheim und seit Ostern 1856 am Blochmann-Bezzenbergerschen Institut in Dresden. Darauf wirkte er als B. L. an den Gymnasien zu Hersfeld(seit Aug. 1856), Kassel(seit Sept.), Rinteln(seit April 1857) und wieder zu Kassel(seit Jan. 1858). Im Frühjahr 1859 promovierte er auf Grund der Abhandlung: „De fragmentis Manethonianis, quae apud Josephum contra Apionem I, 14 et I, 26 sunt“. Nach- dem er sich schon im Nov. und Dez. 1859 an der Redaktion der„Hess. Morgenzeitung“ beteiligt hatte, wurde er im Okt. 1860 auf sein Nachsuchen vom Lehramt entbunden, um sich ganz der publizistischen Thätigkeit zu widmen. Im Dez. übernahm er die Redaktion der Düsseldorfer und im Juni 1861 der Bergischen Zeitung. Im Mai 1862 trat er in die Redaktion des Frank- furter Journals ein. Vom Mai 1865 bis Ende 1866 privatisierte er in Frankfurt a. M. und Mar- burg. Für das Jahr 1867 wurde er von der preussischen Administration in Kurhessen zu Kassel beschäftigt und erhielt am 1. Jan. 1868 eine Anstellung als zweiter ordentlicher Lehrer an der Realschule zu Hanau. Am 1. Dez. 1877 wurde er erster Lehrer und Vorstand der in Hungen (Grossherzogtum Hessen) neu gegründeten erweiterten Volksschule.
52. Schmittdiel Joseph, kath., geb. zu Neustadt im Kreis Kirchhain den 10. Febr. 1818, studierte seit 1839 in Fulda Theologie, trat im Nov. 1840 in das Klerikalseminar ein und erhielt im Dez. 1842 die Priesterweihe. Im Febr. 1843 wurde er interimistisch und im Dez. 1844 defi- nitiy Rektor der lateinischen Schule zu Fritzlar. Im März 1854 wurde er mit Versehung einer


