— 11—
solcher im Mai 1846 nach Fulda zurückversetzt, im Nov. 1846 H. L. und im Dez. 1853 G. L. Seit dem März 1858 musste er wegen eines Brustleidens seiner Thätigkeit als Lehrer entsagen und starb den 9. Dez. 1859 zu Fulda.
36. Gegenbaur Jakob, kath., geb. zu Ahl bei Salmünster den 9. Nov. 1819, studierte von 1840 bis 1844 in Marburg vorzugsweise Geschichte und bestand im Frühjahr 1844 das theoretische Examen. Im Okt. wurde er Pr. am G. zu Fulda und, nachdem er sich Ostern 1849 dem praktischen Examen unterzogen hatte, im Juni des genannten Jahres H. L. Im April 1856 erhielt er seine Anstellung als G. L. Im Jan. 1869 wurde er zum O. L. und im Okt. 1883 zum Prof. befördert. Seit 1. Okt. 1882 Prorektor.
37. Wiegand Franz Wilhelm, kath., geb. zu Fulda den 1. Juni 1811, widmete sich in Mar- burg von 1832— 1834 und von 1837— 1838 dem Studium der Philologie und unterzog sich im Sept. 1838 dem Fakultätsexamen, worauf er mehrere Hauslehrerstellen bekleidete. Mit dem Anfang des Winterhalbjahres 1839/40 wurde er zu seiner praktischen Ausbildung dem G. zu Hersfeld zuge- wiesen, wo er bis zum Herbst 1844 thätig war. Im Nov. ging er an das G. zu Fulda über und erhielt am 5. Mai 1845 den nachgesuchten Urlaub auf unbestimmte Zeit. Im Herbst des genannten Jahres wanderte er nach Texas aus. Hier war er eine Zeit lang Dolmetscher auf einem zwischen Galveston und Indianola fahrenden Schiffe und beteiligte sich gegen Herbst 1846 an einem Ge- schäft zur Beförderung von Auswanderern und Gütern von Indianola nach New-Braunfels. Dabei soll er seinen Tod gefunden haben, indem er unterwegs entweder ermordet und beraubt oder auf einer Farm durch eine Krankheit hingerafft wurde.
38. Volckmar Gustav Hermann, Dr., ev., wurde geb. zu Hersfeld den 11. Jan. 1809. Nach- dem er seit Ostern 1828 einer Privatschule zu Hersfeld, welche später in die fünfte Klasse des G.’s verwandelt wurde, kraft eines Examens vor der Rektor-Prüfungs-Deputation daselbst, vor- gestanden hatte, studierte er von 1829— 1832 Theologie und Philologie zu Marburg, wo er 1831 nach Vollendung des theologischen Kursus das Fakultätsexamen bestand. Von 1832— 1833 war er Hauslehrer bei dem Bundestagsgesandten v. Riess zu Frankfurt a. M. Im Herbst 1833 wurde er H. L. in Rinteln und im Nov. 1835 in Kassel, wo er im Aug. 1836 zum G. L. ernannt wurde. Als solcher wurde er im März 1837 nach Hersfeld, im April 1844 nach Marburg(eingetreten im Juni) und im Nov. 1845 nach Fulda(eingetr. am 15. Dez.) versetzt. Im Okt. 1838 hatte er sich den philosophischen Doktorgrad erworben.(Diss.:„De natura atque progenie v. legendi praecipue verborum religendi et religandi ratione habita.“) Am 7. Februar 1853 wurde er seines Amtes entsetzt. Seit 1853 Prof. der Theologie in Zürich.
39. Wendel Johannes, SV., geb. zu Kassel den 21. Dez. 1811, studierte von 1830— 1833 in Marburg Theologie und bestand das Fakultätsexamen im Nov. 1833. Nachdem er Pfarreiverweser in Kassel und Volkmarsen gewesen war, wurde er(am 1. Febr. 1846) zweiter und(am 30. Nov. 1854) erster evangelischer Pfarrer und Inspektor in Fulda. Im März 1846 wurde er zugleich
mit Versehung einer Lehrerstelle am G., vorzugsweise für den Religionsunterricht der evangelischen 2*½


