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Pro-G. zu Rietberg als ordentlicher Lehrer angestellt, wo er bis zum Schlusse des Sommersemesters 1837 wirkte. Im Nov. dieses Jahres ging er an das G. zu Fulda über und wurde durch Reskript vom 5. Jan. 1850 zum Direktor desselben ernannt(eingeführt am 22. Jan.). Vom 1. April 1858. ab schied er aus dem kurhessischen Staatsdienst aus und wurde nassauischer Oberschulrat und Direktor des G.'s zu Hadamar und am 25. Sept. 1862 des Gelehrten-G.“s zu Wiesbaden. Im Nov. 1858 hatte er von der philosophischen Fakultät zu Marburg den Doktortitel honoris causa und im Nov. 1859 das Ordenskreuz IV. Kl. des Militär- und Civilverdienstordens Adolfs von Nassau erhalten. Im Herbst 1874 trat er in den Ruhestand, wobei ihm der Rote Adlerorden III. Kl. verliehen wurde.(Selbst- biographie bei Gerland, Grundl. einer hess. Gel.-Gesch., 2. Heft.)
24. Hupfeld Wilhelm, Dr., ev., geb. zu Melsungen den 4. Juli 1814, studierte von 1832— 1836 in Marburg Philologie und Theologie und bestand im Nov. 1836 die theoretische Prüfung in der Philologie und im April 1837 die in der Theologie, worauf er seine Studien in Göttingen fortsetzte. Während seines Probejahres am G. zu Marburg(seit Okt. 1837) erhielt er(am 23. Dec. 1837) das Doktor-Diplom(Diss.:„Exercitationum Herodotearum spec. I. sive de rebus Assyriorum“). Im Juni 1838 wurde er B. L. in Fulda und, nachdem er im Nov. sich der praktischen Prüfung unterzogen hatte, im Jan. 1839 H. L. Als solcher ging er im Okt. 1840 an das G. zu Kassel und im April 1842 an das zu Rinteln über, wo er im Mai 1843 zum G. L. ernannt wurde. Im Nov. 1845 wurde er in gleicher Eigenschaft nach Marburg versetzt(eingetreten im Januar 1846). Im Mai 1852 wurde er ordiniert. Durch Reskript vom 30. Dez. 1854 erhielt er auf seinen Wunsch die Stelle eines Pfarrers in Friedewald und starb daselbst am 16. Febr. 1856.
25. von Dingelstedt Franz, Dr., ev., geb. zu Halsdorf in Oberhessen den 30. Juni 1814, studierte von 1831— 1834 in Marburg Theologie, Philologie und neuere Sprachen und unterzog sich dem theologischen Fakultätsexamen im Dez. 1834, worauf er als Lehrer an das englische Erziehungsinstitut zu Ricklingen bei Hannover kam. Im Mai 1836 wurde er am G. zu Kassel B. L. und, nachdem er im Herbst 1837 die praktische Prüfung bestanden hatte, im Nov. H. L. Als solcher wurde er im Sept. 1838 nach Fulda versetzt und daselbst im Jan. 1839 zum G. L. ernannt. Am 4. Okt. 1841 auf sein Nachsuchen entlassen, trat er zunächst in die Redaktion der Augsburger„All- gemeinen Zeitung“ ein, machte dann Reisen in Frankreich, England und den Niederlanden, wurde 1844 mit dem Titel Hofrat(in der Folge Legationsrat) Bibliothekar und Vorleser beim König von Württemberg und drei Jahre später Dramaturg des Stuttgarter Hoftheaters, 1850 Intendant des
Königl. Hoftheaters in München, 1856 plötzlich entlassen, 1857 Generalintendant des Hoftheaters und der Hofkapelle in Weimar und, nachdem er 1866 oder 1867 nach Wien übergesiedelt war, Direktor des Hof-Opern- und 1874 des Burgtheaters. Geadelt wurde er vom König von Bayern und 1876 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben. † 15. Mai 1881 zu Wien.
26. Hartmann Julius, Dr., ev., geb. zu Marburg den 4. März 1814, widmete sich von 1832 bis 1837 in Marburg und, nachdem er im Dez. 1837 das theoretische Examen bestanden hatte, in Berlin dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaft. Im April 1839 wurde er dem G. zu Fulda als Pr. zugewiesen. Durch Reskript vom 6. Mai 1840 wurde er mit der Versehung


