Aufsatz 
Die Lehrer des Gymnasiums von 1835 bis 1885
Entstehung
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bundenen Blochmannschen Institut zu Dresden. Durch Reskript vom Nov. 1835 zum G. L. am G. zu Hersfeld ernannt, trat er diese Stelle zu Ostern 1836 an. Im März 1837 wurde er nach Fulda versetzt und am 24. April in sein Amt eingeführt, setzte aber, nachdem er an diesem Tage zwei Stunden gehalten, schon am folgenden seine Lektionen wieder aus, ¹) worauf er durch Re- skript vom 24. Mai aus dem kurhessischen Staatsdienste ausschied und zur Übernahme eines Lehramts am Blochmannschen Institut nach Dresden abreiste. Am 1. Okt. 1851 wurde er Direktor des Vitzthumschen Geschlechts-G.'s, wobei er das Prädikat Professor erhielt. 1855 oder 1856 verlieh ihm der Grossherzog von Mecklenburg-Schwerin den Titel Schulrat. Im Mai 1861 kündigte er seine Stellung. Darauf privatisierte er zuerst in Dresden, dann(seit 1867) in Cann- stadt und Bregenz und zuletzt in der Nähe von Heidelberg. 23. Juni 1882 zu Heidelberg.

21. Schell Jakob, kath., geb. zu Salmünster den 12. Okt. 1810, erhielt seine Ausbildung zu Fulda an der Gelehrtenschule(1824 1830) und an der theologischen Lehranstalt und trat im Febr. 1833 in das bischöfliche Seminar ein. Nach der Priesterweihe bekam er die Stelle des Kaplans zu Hünfeld(Okt. 1835). Im Mai 1837 wurde er mit Erteilung des katholischen Religionsunter- richts u. s. w. am G. zu Fulda einstweilen beauftragt, nachdem er schon seit Anfang des Jahres 1835 einige Monate in der Vorbereitungsklasse als Lehrer thätig gewesen war. Im April 1838 wurde er H. L. und im Sept. 1839 G. L. Am 1. April 1847 schied er in Folge seines Über- tritts zu den deutsch-katholischen Dissidenten von dem G. aus und lebte dann einige Jahre in Kassel, später in oder bei Leipzig.

22. Lange Friedrich, Dr., ev., geb. zu Kassel den 5. April 1812, widmete sich auf der Aka- demie der bildenden Künste zu Kassel und auf der Universität zu Göttingen dem Studium der Mathematik, Architektur und Technologie. 1831 bezog er die Akademie zu Düsseldorf, um Archi- tektur-Malerei zu studieren. Im Herbst 1837 wurde er als Zeichenlehrer am G. und am Schul- lehrerseminar und bald darauf auch an der Realschule zu Fulda angestellt. Seit dem Sommer 1840 war er zugleich Turnlehrer am G. Aus diesen Stellungen schied er zu Michaelis 1849 aus, nachdem er schon seit Ende Juni beurlaubt gewesen war, und leitete den Bau der Kirche zu Kloster Haina und die Restauration der Elisabethenkirche zu Marburg. Michaelis 1851 wurde er Prof. und Universitäts-Architekt zu Marburg. Er war Mitglied des archäologischen Vereins in München und Ehrenmitglied des Royal institut of British Architects. 1. Sept. 1870 zu Marburg.

23. Schwartz Karl, Dr., kath., geb. zu Düsseldorf den 31. August 1809, studierte von 1827 1831 in Bonn und Münster Philologie und Geschichte und bestand im Jan. 1831 die Prüfung pro fac. doc. Sein Probejahr hielt er von Ostern des genannten Jahres an in Münster ab und wurde nach Ablauf desselben(im Mai 1832) am Pro-G. zu Warburg als H. L. und im April 1834 am

¹) Nach einer Mitteilung der Witwe Bezzenbergers erwuchs dessen kurzer Aufenthalt in Fulda aus einem Miss- verständnis, indem ihm statt der erbetenen Entlassung aus dem kurhessischen Staatsdienste die Versetzung von Hers- feld nach Fulda zuging, während er bereits die Rückkehr in seine frühere Stellung zu Dresden zugesichert hatte.

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