Aufsatz 
Die Lehrer des Gymnasiums von 1835 bis 1885
Entstehung
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erhielt er auf Grund der Lösung einer Preisfrage über die Homerischen Hymnen. Im OCkt. 1828 wurde er zweiter Konrektor am G. zu Rinteln. Vom Herbst 1836(ernannt am 29. Juni) bis dahin 1845 wirkte er als G. L. zu Fulda, wo er gemeinschaftlich mit Prof. Wagner(vgl. Nr. 2) vom Jan. Sept. 1841 die Direktorialgeschäfte besorgte. Am 16. Okt. 1845 schied er aus dem kur- nessischen Staatsdienste aus und wurde Rektor der Fürstenschule St. Afra zu Meissen(eingeführt am 27. Nov.). daselbst am 23. Jan. 1871.(Selbstbiographie bei Justi, S. 102.)

17. Dithmar Georg Theodor, ev., geb. zu Homberg in Niederhessen den 10. Dez. 1810, wid- mete sich von 1828 1832 in Marburg dem Studium der Theologie, Philologie und Geschichte und bestand am 6. Juni 1832 das theologische Fakultätsexamen, worauf er als Hauslehrer in Homberg und Rotenburg wirkte. Zu Michaelis 1833 wurde er auftragsweise und im Juli 1834 definitiv Rektor der Stadtschule zu Homberg. Vom Nov. 1836 März 1837 war er B. L. am G. zu Fulda und vom Mai ab in Marburg. Nachdem er sich im Nov. 1838 der praktischen Prüfung¹) unter- zogen hatte, wurde er im Jan. 1839 am letztgenannten Gymn. H. L., im Sept. G. L. und im

Juli 1869 O. L. Im Mai 1852 war er ordiniert worden. Vom 1. Okt. 1875 ab wurde er in den

Ruhestand versetzt.

18. Fenner Theobald Friedrich Ludwig, ev., geb. zu Dillich in Niederhessen den 7. Okt. 1806, studierte von 1825 1828 in Marburg Theologie. 1829 gründete er eine Privatschule zu Hersfeld. 1830 wurde er Pfarrer in Züschen. Später wirkte er an den Schullehrerseminarien zu Kassel (seit 1833), Homberg(seit 1835) und Schlüchtern(seit 1836) sowie an den Gymnasien zu Fulda (Febr. Okt. 1837) und Hanau(seit April 1838). Im Jan. 1842 wurde er als G. L. nach Mar- burg versetzt und am 31. Jan. 1866 pensioniert. 15. Okt. 1871 zu Marburg.

19. Gies Theodor, Dr., ev., geb. zu Hanau den 28. Febr. 1811, besuchte die Universitäten Heidelberg, Göttingen und Marburg, wo er Philologie und Geschichte studierte. Nachdem er im Dez. 1836 die theoretische Prüfung bestanden hatte, wurde er im März 1837 als Pr. dem G. zu Fulda zugewiesen und zugleich als B. L. beschäftigt. Nach der praktischen Prüfung(Okt. 1838) wurde er im Jan. 1839 als H. L. angestellt und als solcher im Okt. nach Kassel versetzt. Vom Okt. 1840 ab war er wieder in Fulda thätig, wo er im Mai 1843 die Ernennung zum G. L. er- hielt. Im Juni 1847 ging er an das G. zu Hanau über. 1850 promovierte er auf Grund der Abhandlung:Quaestionum de re sacerdotali Graecorum part. I. 24. März 1856 zu Hanau.

20. Bezzenberger Georg, Dr., ev., geb. zu Marburg den 3. April 1805, studierte daselbst Philologie und erhielt 1828 eine Lehrerstelle an dem mit dem Vitzthumschen Geschlechts-G. ver-

¹) Diepraktische Prüfung, welche unter der kurhessischen Regierung zwischen dem Ablauf des Probejahres und der Ernennung zum H. L. abgelegt werden musste, bestand in der Bearbeitung eines Themas aus jedem Fache, in dem sich der Kandidat prüfen lassen wollte, einigen Probelektionen an einem G. und einem mündlichen Examen, haupt- sächlich über die Methode. Von ihrem Ausfall war die Befähigung in den verschiedenen Gymnasialklassen abhängig. Die Prüfungskommission bildeten drei G.-Direktoren, zu welchen unter Umständen noch ein G. L.(für die Mathematik und Naturwissenschaft) kam. Die letzte Prüfung dieser Art fand am 16. und 17. August 1866 in Fulda statt.