Aufsatz 
Die Lehrer des Gymnasiums von 1835 bis 1885
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

12.*Melzer Peter Franz, kath., geb. zu Fulda den 21. Jan. 1780, war von 1831 bis zum 7. Okt. 1837 provisorischer Zeichenlehrer am G. zu Fulda.+ daselbst am 9. Jan. 1839.

13. Schmitz Peter Joseph Andreas, Dr., kath., geb. zu Aachen den 30. Nov. 1800, erhielt seine wissenschaftliche Bildung von 1822 1825 zu Löwen, nachdem er von 18191822 Hauslehrer der Prinzen Hatzfeldt, der Söhne des preussischen Gesandten im Haag, gewesen war. Nach be- standenem Examen wurde er als Rektor und Lehrer am G. zu St. Trond angestellt. 1827, in welchem Jahre er promovierte, erfolgte seine Ernennung zum ausserordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät zu Löwen. Diese Stelle gab er nach dem Ausbruch der belgischen Revo- lution auf und war zuerst als stellvertretender Lehrer am G. zu Hersfeld seit 1831 und dann als G. L. zu Marburg(ernannt am 16. April) seit Mai 1833 thätig. Im März 1835 wurde er nach Fulda und im August 1838 nach Rinteln versetzt(eingetreten am 2. Nov.). Am 7. Okt. 1841 schied er aus dem kurhessischen Staatsdienst aus und ging als Lycealprofessor der Geschichte und Philologie, dann der Encyklopädie und Methodologie des Gymnasialunterrichts an das Lyceum zu Regensburg über. Im März 1878 wurde er in den Ruhestand versetzt und starb am 16. Febr. 1879 in München.

14. Eysell Georg Friedrich, Dr., ev., geb. zu Heiligenstadt den 23. März 1812, studierte von 1830 1833 in Marburg Theologie und Philologie und bestand am 3. Sept. 1834 das theoretische Examen. Im Jan. 1835 trat er sein Probejahr am G. zu Marburg an, von wo er im Mai als B. L. nach Fulda ging. Im März 1836 reichte er seine Doktor-Dissertation ein(Demosthenes a suspicione acceptae ab Harpalo pecuniae liberatus). Im April wurde er H. L. und im Juni in gleicher Eigenschaft nach Rinteln versetzt(eingeführt im Okt.), wo er im Nov. 1837 die Anstel- lung als G. L. erhielt. Auf Grund seines Werkes über Johanna d'Arc wurde ihm vom König von Preussen die goldene und vom Grossherzog von Mecklenburg-Schwerin die silberne Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Durch Reskript vom 10. Febr. 1868 wurde er(vom 1. April ab) zum Direktor des G.'s zu Hersfeld ernannt. Vom 1. Okt. 1876 ab wurde er pensioniert(Re- skript vom 27. Juli) und wählte seinen Wohnsitz zu Hannover.(Selbstbiographie bei Gerland, Grundl. einer hessischen Gel.-Gesch., S. 203 ff.)

15. Bach Nikolaus, Dr., kath., geb. zu Montabaur den 4. August 1802, studierte von 1821 bis 1825 in Bonn und Berlin Philologie und erwarb sich die Doktorwürde am 26. April 1825(Diss.: De Solone poeta). Im Nov. erfolgte seine Anstellung als G. L. zu Oppeln. Im März 1828 zum O. L. in Breslau befördert, habilitierte er sich zugleich als Privàtdozent bei der dortigen philo- sophischen Fakultät und fungierte seit 1830 als philologisches Mitglied der wissenschaftlichen Prü- fungskommission. Im Jan. 1834 erhielt er das Prädikat Professor. Durch Reskript vom 17. Aug. 1835 wurde er zum Direktor des G.s zu Fulda ernannt und am 13. Nov. in sein Amt eingeführt. 17. Jan. 1841 zu Fulda.

16. Franke Friedrich, Dr., ev., geb. zu Weimar den 20. Mai 1805, besuchte von 1824 1828 die Universitäten Jena und Leipzig, wo er Philologie studierte. Den philosophischen Doktorgrad