Lehrer:
l.* Rihl Franz Karl, kath., geb. zu Fulda den 25. Febr. 1770, seit 1804 ¹) Lehrer der fran- zösischen Sprache an der Vorbereitungsklasse, ²) später am G. und Lyceum zu Fulda, wurde durch Reskript vom 31. März 1837 von dem Unterrichte entbunden. † 9. Mai 1840 zu Fulda.
2. Wagner David, kath., geb. zu Holzkirchen den 1. Mai 1777, erhielt seine Bildung auf der Universität³) zu Fulda und wurde im Sept. 1802 zum Priester geweiht. 1804 ⁴) wurde er Prof. am G. zu Fulda, nachdem er vorher Lehrer an der Vorbereitungsklasse gewesen war, später auch am Lyceum. Vom Jan. bis zum Sept. 1841 besorgte er gemeinschaftlich mit Dr. Franke(vgl. Nr. 16) die Direktorialgeschäfte. Am 4. Aug. 1842 wurde er auf sein Nachsuchen in den Ruhe- stand versetzt. † 31. Okt. 1843 zu Fulda.
3. Wehner Philipp, kath., geb. zu Fulda den 5. Nov. 1780, auf der Universität seiner Vater- stadt gebildet, erhielt am 17. Dez. 1803 die Priesterweihe. 1804 ⁴) wurde er Lehrer an der Vor- bereitungsklasse, später Prof. am G., Lyceum und Forstlehrinstitut zu Fulda. Seit 1825 war er zugleich Bibliothekar der Landesbibliothek daselbst. Am 27. Juli 1842 wurde er auf sein Nach- suchen in den Ruhestand versetzt. † 24. April 1856 zu Neuenberg bei Fulda. ⁵)
4. Arnd Jodokus Balthasar, kath., geb. zu Fulda den 20. Mai 1791, studierte seit 1808 zu Hei- delberg, seit 1811 zu Paris, wo er u. a. Arago, Cuvier und Charles Dupin hörte, Mathematik und Naturkunde. Im Dez. 1813 wurde er in Fulda angestellt. Er wirkte als Prof. am G., Lyceum und Forstlehrinstitut. Am 12. März 1841 wurde er an das G. zu Hersfeld Versetzt, ging aber nicht dahin, sondern trat in den Ruhestand. † 28. Jan. 1848 in Fulda.
5. Schmitt Johann Philipp Joseph(P. Polykarp), kath., geb. zu Fulda den 29. Jan. 1772, wurde gebildet auf der Universität seiner Vaterstadt und trat dann in den Franziskanerorden. 1789 legte er die feierlichen Gelübde ab. Später war er Hülfspriester in Hosenfeld und Lüder- münd. Im Nov. 1814 wurde er von der Königl. preussischen Administration mit der Erteilung des Religionsunterrichts am G. und Lyceum beauftragt und war als Prof. thätig bis zum 30. März 1836, obgleich er bereits durch Reskript vom 29. Nov. 1835 in den Ruhestand versetzt worden war. Er bekleidete seit dem Febr. 1821 die Stelle des Militärpfarrers zu Fulda und von 1838
¹) So nach Brauns& Theobald, Sstatist. Handbuch der deutschen Gymnasien, Kassel 1837— 39. Jedenfalls seit dem Mai 1806.
²) Vgl. über die damaligen Schulverhältnisse Fuldas Wiese, das höhere Schulwesen in Preussen, Bd. II, S. 452f
¹) Gestiftet 1734 durch den Fürstabt Adolf von Dalberg, aufgehoben 1804 unter der Regierung des Prinzen von Oranien.
4) So nach einem im Besitze des Priesterséminars zu Fulda befindlichen Manuskript von G. Malkmus, womit hinsichtlich Wehners das Gymnasialprogramm von 1857 stimmt; nach Brauns& Theobald 1805; jedenfalls vor dem Mai 1806. 4
³) Er vormachte der Anstalt 600 Gulden, deren Zinsen„an arme, aber fleissige und wohlgesittete Studenten des hiesigen G.’s verteilt werden sollen“, das sog. Wehnersche Stipendium.
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