Aufsatz 
Bericht über die Feier des 350jährigen Bestehens der Anstalt
Entstehung
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25. November 1890. Verfügung betreffend die Reinigung der Schulräume, nebst einem Exemplar gedruckterGrundsätze für die Reinigung und Aufrechthaltung der Sau- berkeit in den dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium zu Cassel unterstehenden höheren Schulen.

16. Dezember 1890. Benachrichtigung, dass für den Neubau der Turnhalle und Bade- anstalt durch den Etat von 1891 die Summe von 31,200 M. flüssig gemacht wer- den solle.

30. Dezember 1890. Abschrift eines Ministerialerlasses betreffend die Entlassungsprüfung. Der lateinische Aufsatz soll künftighin wegfallen, ebenso das griechische Skriptum bei der Versetzung nach Prima.

8. Januar 1891. Abschrift eines Ministerialerlasses, durch welchen das Königliche Pro- vinzial-Schulkollegium ermächtigt wird, eine Nachprüfung im Hebräischen an dem- jenigen Gymnasium abnehmen zu lassen, an welchem der Studierende das Reife- zeugnis erworben hat, vorausgesetzt, dass das Gesuch um Zulassung im ersten Jahre nach dem Abgang erfolgt.

12. Januar 1891. Benachrichtigung, dass der w. Hilfslehrer C. Wiegandt vom 1. April d. Js. an das Königliche Friedrichsgymnasium zu Frankfurt a. M. überwiesen sei.

16. Januar 1891. Benachrichtigung, dass der Kandidat Jul. Menkel aus Homberg vom 1. April d. Js. als Hilfslehrer dem hiesigen Gymnasium zugewiesen sei.

7. Februar 1891. Genehmigung, dass der Herr Oberlehrer Gropius auf seinen Wunsch von der Verwaltung der Bibliothek entbunden und dieselbe dem o. Gymnasiallehrer Dr. Gundlach übertragen werde.

III. Chronik.

Montag den 14. April v. Js. wurde das neue Schuljahr nachmittags 3 Uhr eröffnet, nachdem morgens von 7 Uhr an die Aufnahmeprüfung stattgefunden hatte. Neu aufge- nommen wurden 22 Schüler. In dem Lehrerkollegium trat keine Veränderung ein.

Die Pfingstferien dauerten vom 24. Mai bis zum 1. Juni.

Am 19. Juni starb der Professor Stoll, der früher 32 Jahre an der hiesigen An- stalt Lehrer gewesen, bis er Ostern 1884 in Ruhestand trat. Er blieb in Weilburg wohnen und war bis zuletzt schriftstellerisch thätig. Am 21. Juni erwies ihm das Gymnasium die letzte Ehre, indem Lehrer und Schüler dem Leichenzuge sich anschlossen. Am Grabe sang der Männerchor zwei Choräle.

Vom 7 bis 11. Juli fand die schriftliche Entlassungsprüfung statt, an welcher 2 Abiturienten teilnahmen. Die mündliche Prüfung wurde den 8. August unter Leitung des Direktors vorgenommen. Beide Prüflinge erhielten das Zeugnis der Reife und wurden am 13. August vor versammelten Klassen entlassen. Daran schloss sich die Austeilung der Censuren an die übrigen Schüler.