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nach Kedar und merkt wohl auf und überzeugt euch, ob dergleichen(je daselbst) geschehen ist!— ob(je) ein Volk(s)einen Gott umgetauscht hat—, und jene sind nicht(einmal wirkliche) Götter! Mein Volk aber hat seinen Herrlichen umgetauscht gegen(einen), der nicht zu helfen vermag. Entsetzt euch, ihr Himmel, darob und schaudert, erstarrt über die Massen! spricht der Herr. Denn zwiefach Böses hat mein Volk gethan: mich haben sie verlassen, den Quell lebendigen Wassers, um sich Brunnen auszuhauen, rissige Brunnen, die das Wasser nicht halten.“— Hab. 2, 19. Hes. 16, 15— 34. Jes. 44, 1— 20. Gofteslästerung Jes. 1, 4. Falsches Schurören Jer. 5, 2. Sach. 5, 4. u. a. Fluchen Hos. 4, 2. Lüge Hos. 4, 2. Mich. 6, 12. Sabbatentheiligung Jer. 17, 19— 27. Hes. 22, 8. 26. Jes. 58, 13. MNichtbeachtung des Sabbatjahres Jer. 34. Frivolität Jes. 5, 18. 19:„Wehe denen, die Verschuldung an Stricken des Unrechts(herbei)ziehen und Strafe wie mit Wagenseilen und sprechen: Er eile doch und beschleunige sein Werk, dass wir es sehen; es geschehe und erfülle sich der Anschlag des Heiligen Israel's, dass wir es inne werden!«— 28, 14. 15. NMal. 2, 17. Verwirrung der sittlichen Begriffe Jes. 5. 20: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse heissen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus bitter süss und aus süss bitter machen!“ Selbstgerechitigkeit Jes. 5, 21:„Wehe denen, die in ihren eignen Augen weise sind und vor sich selbst klug!“— 58, 1—5. Geewissenlosigkeit in der Rechtspflege Am. 5, 7:„Sie, die das Recht in Wermut verkehren und die gerechte Sache zu Boden werfen.“ Jes. 1, 23. 10, 1. 2. Mich. 7, 3. Ungerechtigkeit gegen Arme und Niedere Am. 2, 6. 7:„Ich will sie nicht schonen, darum dass sie die Gerechten um Geld und die Armen um ein Paar Schuhe verkaufen, die nach den Erdkrümchen (Trauerzeichoen) auf den Köpfen der Geringen gierig sind und das Recht der Notleidenden beugen...“— 4, 1. 5, 11. S, 4. Jes. 3, 14. Geuwdltthätigqkeit Micn. 2, 1. 2:„Wehe denen, die trachten, Schaden zu thun und böse Ränke schmieden auf ihrem Lager, um sie frühe auszuführen, sobald es in ihrer Macht steht! Sie begehren Felder— und reissen sie an sich, Häuser— und nehmen sie weg. 80 üben sie Gewalt an der Person und ihrer Habe, an dem Mann und seinem Besitztum.“— 2. 8. 9. Sach. 11, 5. Bosheit Mich. 7, 2:„. denn sie alle
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liegen auf der Lauer nach Blutthaten, einer stellt dem andern mit dem Netze nach.“ Mord Hos. 4, 2. Ehe- bruch und Uneucht Hos. 4, 2. Habsucht Jes. 5, 8:„Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Acker an Acker
rücken, bis kein Raum mehr bleibt und sie allein das Land besitzen!’ Betritg Am. 8, 4— 6:„Höret dies, die ihr den Armen nachstellt und die Elenden im Lande zu Grunde richtet, indem ihr denkt: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir Korn feilhalten können, dass wir das Mass verkleinern, das Gewicht vergrössern und die Wage fälschen, dass wir die Armen(als Sklaven) um Geld kaufen und die Dürftigen um ein Paar Schuhe und den Abfall vom Korn verkaufen?“ Mich. 6, 10. 11. — Jer. 17, 11:„Wie ein Rebhuhn, das brütet, ohne(Eier) gelegt zu haben, ist der, der mit Unrecht Reichtum erwirbt...“ Diebstahl Hos. 4, 2. Jer. 7, 9.— Hab. 2, 6:„.. Wehe dem, der fremdes Gut anhäuft! Wie lange
wird's währen?...“ Hoffart Jes. 3, 16— 24:„So spricht der Herr: Weil die Frauen Zion's hoffärtig sind, mit auf- gerichtetem Hals einhergehen und freche Blicke um sich werfen, weil sie trippelnd einhertreten und mit ihren Fussspangen klirren, darum wird der Herr den Scheitel der Töchter Zion's kahl machen und der Herr wird sie der Schande preisgeben. An jenem Tage wird der Herr ihren Schmuck wegnehmen: die Fussspangen, die Stirn- bänder, die Halbmonde, die Ohrgehänge, die Armspangen, die Kopfschleier, die Kopfbunde, die Schrittkettchen, die Gürtel, die Riechfläschchen, die Amulete, die Fingerringe, die Nasenringe, die Feierkleider, die Mäntel, die UÜberwürfe, die Taschen, die Spiegel, die feinen Linnen, die Turbane, die Schleier. Statt des Balsams gibt'’s Moder- geruch, statt des Gürtels einen Strick, statt der Haarlocken eine Glatze, statt des Prachtmantels ein härenes Gewand, Brandmal statt der Schönheit.“ Schlemmerei Am. 4, I. 6, 4— 6. Hos. 4, 11. Jes. 5, 11. 12.— 5, 22: „Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer,(wo es gilt). Rauschtrank zu mischen!“— 22, 13: „Da gab es Lust und Freude, Rindertöten und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken, Essen und Trinken, denn—„morgen sind wir tot.“— 28, 7. 8.— 56, 12:„Kommt herbei, ich will Wein holen und lasst uns Rausch- trank zechen! Und wie der heutige, soll(auch) der morgende Tag sein; ganz besonders hoch soll's da wieder hergehen.“
Der allgemeine sittliche Verfall ist beschrieben oder angedeutet: Am. 2, 6— 8. Hos. 4, 1. 2.— 7, 8: „... Ephraim(Israel) ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet(d. h. halb unbrauchbar).“ Jes. 1, 2— 4. Mich. 7, 2: „Geschwunden sind die Frommen aus dem Lande und es gibt keine Redlichen mehr unter den Menschen...“ — 7, 4:„Der Beste unter ihnen gleicht einem Stechdorn, der Redlichste ist schlimmer, als eine Hecke...“— Zeph. 3, 1— 5. Jer. 5, 25— 31. Hes. 22, 1— 13. Jes. 59, 1—8.— Die allgemeine Uneuverldässigkeit schildern insbesondere: Mich. 7, 5. 6.— Jer. 9, 4. 5:„Ein jeglicher hüte sich vor seinem Genossen und traue auch seinem Bruder nicht, denn ein Bruder überlistet den andern und ein Genosse verleumdet den andern. Einer täuscht den andern und sie reden kein wahres Wort; sie gewöhnen ihre Zunge ans Lügenreden, ränkevoll zu handeln mühen sie sich ab.“
Erhöht wird die Schuld des sündigen Volkes durch seine Verstocktheit. Hos. 11, 1. 2.— Jes. 1, 3:„Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn, aber Israel kennt ihn nicht und mein Volk achtet nicht auf ihn.“— 9, 13. Zeph. 3, 5. Jer. 2, 35. 5, 3. 7, 8— 11. 24.— 8, 4— 7 schliesst mit den Worten:„Der Storch unter dem Himmel weiss seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wiederkommen sollen, aber mein Volk will von der Rechtsordnung des Herrn nichts wissen.“ — 13, 23:„Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln oder ein Pardel seine Flecken?(dann) würdet auch ihr gut zu handeln vermögen, die ihr gewohnt seid, Böses zu thun.“— Hes. 2, 4. 11, 2. 3. 12, 2. Jes. 48, 4.— Eine besondere Form der Verstocktheit ist die Verachtung des prophetischen Wortes. Am. 2, 12: „.... und ihr befehlet den Propheten und sprechet: Ihr dürft nicht weissagen.“— 5, 10. Jes. 30, 9— 11.— Mich. 2, 6:„Faselt doch nicht!“ faseln sie.„Man soll nicht faseln von diesen Dingen! Die Schmühungen hören nicht auf.“— Jer. 5, 12. 13. 7, 25. 26. 11, 21. 15, 10.— 18, 11. 12. 18:„Darum sprich zu denen in Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem: So spricht der Herr: Fürwahr, ich bereite euch Unheil und hege(Unheils)gedanken
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