Aufsatz 
Zum Abschied. Anrede des Direktors bei der Schlußfeier des vorigen Schuljahres
Entstehung
Einzelbild herunterladen

I. Schulnachrichten.

1. Die Lehre. Tehrplan der Benlachule erster Graͤnung.

Sexta- Klaſſenführer: Beck.

1. Religionsunterricht. Katholiſcher: Die nothwendigſten Gebete eingeübt. Erklärung der Hauptfeſte. Beicht⸗ unterricht. Katechismus: Vom Glauben im Allgemeinen. Erſter Artikel des apoſtoliſchen Glaubensbekenntniſſes. Bibliſche Geſchichte: Von Erſchaffung der Welt bis König David. 2 Stunden.(Herke.)

Evangeliſcher: Bibliſche Geſchichte: Die Hauptzüge der altteſtamentlichen Geſchichte. Geographie von Paläſtina. Die Geſchichte des neuen Teſtamentes unter Berückſichtigung der Gleichniſſe. Katechismus: Die leichteren Abſchnitte aus der Glaubens⸗ und Sittenlehre mit ſteter Beziehung auf bibliſche Geſchichte. Sprüche und Lieder, welche erklärt und theilweiſe erlernt werden. 2 St.(Steinmetz.)

Iſraelitiſcher: Bibliſche Geſchichte bis Joſua. Weſen und Eigenſchaften Gottes. 2 St.(Fürſt.)

2. Sprachen. Latein: Substantivum der 1., 2. und 3. Deklination; Adjectivum; Pronomina personalia und possessiva. Verbum esse und Activum der 1. Conjugation. Präpoſitionen. Ueberſetzen aus dem Lateiniſchen und in's Lateiniſche. Auswendiglernen von Vokabeln. Exercitia domestica. 8 St.(Beck.)

Deutſch: Leſen; Erklären und Nacherzählen des Geleſenen. Grammatik im Anſchluſſe an das Leſebuch; Unterſcheidung der Redetheile; Flexion; einfacher Satz. Vortrag von Gedichten. Orthographiſche, auch grammatiſche Uebungen. 6 St.(Beck.)

3. Geſchichte und Geographie. Geſchichte: Ueberblick über die Geſchichte der orientaliſchen Völker. Sagen⸗ geſchichte der Griechen. 2 St.(Beck.)

Geographie: Heimatkunde; Umgebung von Mainz, das Rheingau, das Großherzogthum Heſſen. Im Anſchluß hieran: allgemeine Entwicklung der geographiſchen Begriffe und Ueberſicht der Erdoberfläche. 2 St.(Beck.)

4. Mathematiſche Fächer. Arithmetik: Wiederholung der vier Grundrechnungsarten mit unbenannten und benannten Zahlen. Das Wichtigſte aus dem Münz⸗, Maß⸗ und Gewichtsſyſtem. Theilbarkeit der Zahlen, Addition und Subtraction der gemeinen Brüche. Kopfrechnen. 4 St.(Nies.)

5. Naturwiſſenſchaften. Botanik und Zoologie. Der Unterricht in dieſen beiden naturgeſchichtlichen Fächern wechſelt in der Art, daß im Sommer Botanik, im Winter Zoologie gelehrt wird, damit für das erſtgenannte Fach leben⸗ diger Lehrſtoff zur Verfügung ſteht. Zur Uebung in der Anſchauung dienen außer zahlreichen Abbildungen der Beſuch des Zoologiſchen Muſeums, ſowie botaniſche Excurſionen.

Leſen und Erklärung naturhiſtoriſcher Stücke des Leſebuchs. Einzelbeſchreibung und Betrachtung der bekannteſten Pflanzenformen, insbeſondere Culturpflanzen, und Thierformen. 1 St.(Nies.)

6. Zeichnen. Der Unterricht bewegt ſich in einem ſyſtematiſchen Gang, in den unteren Klaſſen mit den grad⸗ linigen einfachen Figuren und ihren Combinationen beginnend, übergehend zu dem Kreis, der Ellypſe und Entwicklung der daraus abzuleitenden ornamentalen Formen.

Anfänglich wird nach Demonſtrationen an der Tafel und nach Vorlegeblättern in vergrößertem oder verkleinertem Maßſtabe gezeichnet und in den mittleren Klaſſen mit dem Zeichnen nach der Natur, zunächſt im Umriß, und in den oberen Klaſſen mit Schattirung, Perſpective und Schattenconſtruction vorgeſchritten, unter Verwendung zahlreicher Modelle in Holz, Draht und Gyps.

Die erſten Elemente des Zeichnens, einfache, gradlinige Figuren nach Vorlegeblättern und von der Tafel im ver⸗ kleinerten Maßſtabe nach Kumpa. 2 St.(Lindenſchmit.)