Aufsatz 
Beschreibung des neuen Gymnasialgebäudes / von dem Stadtbaumeister Gollhofer
Entstehung
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7. 1. 06. Bestunmungen über die Ferien im Jahre 1906.

22. 1. 06. Vereinbarungen zwischen der deutschen, franzõsischen und englischen Unter- richtsverwaltung über den Austausch von Lehramtskandidaten.

31. 1. 06. Dem Oberlehrer Schulte ist der Charakter als Professor verliehen worden.

1. 2. 06. Die Wahl des Bauinspektors Kersten und des Kaufmanns Flügel zu Mitgliedern des Kuratoriums wird genehmigt.(K).

6. 12. 2. 06. Am Tage der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares soll unter Ausfall des Unterrichts eine Schulfeier veranstaltet werden.

III. Chronik der Anstalt.

1. Lehrerkollegium.

Für die am 1. April 1905 auf ihren Antrag in den Ruhestand versetzten Oberlehrer Bill und Dr. Rudolph(siehe Jahresbericht 1904) treten mit Beginn des neuen Schuljahres Oberlehrer Louis, bis dahin Oberlehrer an dem Gymnasium zu Schlettstadt*) und Oberlehrer Reutlinger, vorher Probekandidat und wissenschaftlicher filfslehrer an der Realschule zu Diez**), ein. Zum Schluss des vorigen Schuljahres war auch Oberlehrer Dr. Westerwick, der seit October 1891 mit Eifer und gutem Erfolg an der hiesigen Anstalt gewirkt hatte, von hier geschieden, um eine Oberlehrerstelle an dem Gymnasium zu Itzehoe zu übernehmen. An seine Stelle trat der bisherige Oberlehrer am Kaiser Wilhelms-Gymnasium zu Montabaur Becker***).

*) Johann Baptist Louis, geboren am 26. Februar 1864 zu Lisdorf bei Saarlonis in der Rheinprovinz, legte die Reifeprüfung zu Ostern 188 4 am Gymnasium zu Prier ab und studierte dann an den Universitäten Marburg, Heidelberg, Leipzig und Strassburg germanische und klassische Philologie. Nachdem er im Sommer 1889 in Strassburg das Staatsexamen bestanden hatte, trat er in den reichsländischen höheren Schuldienst ein und wurde am 1. Oktober 1895 definitiv angestellt. Er war tätig an dem-Lyceum zu Metz, dem Progymnasium zu Thann und dem Gymnasium zu Schlettstadt. Mit dem 1. April 1905 verliess er den reichsländischen Staats- dienst und trat an das Limburger Gymnasium über.

**) Georg Rentlinger, ev. Konfession, Sohn des Fabrikanten Otto Reutlinger, wurde am 29. März 1872 zu Frankfurt a. Main geboren. Er besuchte zunächst die Vorschule der Klinger-Oberrealschule und später die Realschule zu Heppenheim a. d. Bergstr. und das Gymnasium zu Bensheim a. d Bergstr. Letztere Anstalt verliess er Ostern 1892 mit dem Zeugnis der Reife, um sieh dem Studium der neueren Sprachen und Germanistik zu widmen. Er besuchte die Universitäten Marburg. Berlin und wieder Marburg. Seiner Militärpflieht genügte er von Herbst 1898 bis 99 in Frankfurt a. Main. In Marburg bestand er im Juli 1902 das Staatsexamen. Sein Seminarjahr trat er Ostern 1903 am Goethegymnasium zu Frankfurt a. Main an. Zur Ableistung des Probejahres wurde er Ostern 1904 an die Realschule zu Diez überwiesen, an der er als wissenschaftlicher Hilfs- lehrer tätig war. Ostern 1905 wurde er als Oberlehrer am hiesigen Gymnasium und Realprogymnasium angestellt.

n) Theodor Becker, geboren am 5. Februar 1867 in Retterode, Kreis Witzenhausen, studierte, nachdem er am Gymnasium zu Hersfeld die Reifeprüfung abgelegt hatte, seit Ostern 1886 in Leipzig und Marburg Theologie und Geschichte. Nachdem er die theologischen Prüfungen erledigt hatte, unterzog er sich 1890 der Prüfung für das höhere Lehramt, legte das Seminarjahr am Kgl. Gymnasium zu Marburg und das Probejahr am städtischen Gymnasium zu Frankfurt a. M. ab, genügte seiner Militärpflicht in Eisenach und nahm darauf an dem Kursus der Purnlehrerbildungsanstalt in Berlin teil. Pfngsten 1894 wurde er wissenschaftlicher Hilfslehrer, zunächst in Wiesbaden beim Kgl. Gymnasium, seit Herbst 1894 am Kaiser Wilhelmsgymnasium in Montabaur, wo er zu Ostern 1896 Oberlehrer wurde. Seit 1. April 1905 ist er am Gymnasium und Real- progymnasium in Limburg tätig.