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Als Heliostaten wählten wir einen Uhrwerkheliostaten nach Fr. C. G. Müller(be- schrieben in Poske, Zeitschrift für phys. u. chem. Unterr. VIII Heft 7), der bequem zu hand- haben und verhältnismässig billig ist. Er musste, um das von ihm zurückgeworfene Licht über dem Experimentiertische in das Zimmer zu leiten, an dem Fenster neben dem Tische Auf- stellung finden. Zu dem Zwecke ist ein genügend hoher Teil der untersten Scheibe im Mittel- flügel des dreiteiligen Fensters in einen eisernen Rahmen gefasst und durch Charniere an der oberen Kante zum Aufklappen nach oben eingerichtet. Ein an der Seite des Rahmens ein- greifender Haken hält ihn in der aufgeklappten Lage fest. Ein Brett, das sich längs eines Einschnittes auf die unterste Leiste des Fensterflügels auflegt und andrerseits mittelst eines Fusses auf der äusseren Fensterbank aufsteht, bildet die Platte, auf welcher die Stellschrauben des Heliostaten an drei bezeichneten Punkten aufgesetzt werden. Dann werden die beiden Spiegel des Heliostaten eingestellt.
Einige Schwierigkeiten bot es, den Rohransatz für Spalt u. s. w. bequem und licht- dicht anzubringen, da ein fester Fensterladen vermieden werden sollte. Wir haben dafür folgende Einrichtung getroffen, die sich bewährt hat. In den seitlichen Nuten der Verdunk- lungsvorrichtung des betreffenden Fensters lässt sich ein hölzerner Rahmen auf- und abbewegen, der mit lichtdichtem Stoff überspannt ist. Dieser Rahmen wird beiderseits durch Bleigewichte, die durch über Rollen geführte Schnüre mit ihm in Verbindung stehen, ins Gleichgewicht gesetzt. Die gut gearbeiteten Rollen sind in die Bretter, die die Nuten nach aussen ab- schliessen, eingesetzt; die prismatischen Gegengewichte bewegen sich an der Aussenfläche der Bretter beim Verschieben des Rahmens auf und ab. Die obere, breiter gearbeitete Rahmen- leiste hat eine runde Offnung, vor welcher das Heliostatenrohr mittelst Schlittenansatzes be- festigt wird. Die Offnung muss sich an solcher Stelle des Rahmens befinden, dass beim Auf- wärtsziehen des Rahmens das Lichtbündel des Heliostaten durch die Offnung tritt. Nun hat der Rahmen noch am oberen Rande eine Nut, die dadurch gebildet ist, dass an die obere Rahmenleiste am oberen Rande beiderseits Bretter befestigt wurden. Lässt man den Vor- hang so weit nieder, dass sein unten mit einer Eisenschiene versehener Rand in die Nute sich versenkt, so ist ein lichtdichter Abschluss erreicht. Beim Nichtgebrauch des Heliostaten bleibt der Rahmen unten, die oberste Kante seiner Nut reicht dann bis eben an das Fenster heran und bei Zimmerverdunklung wird der Vorhang so weit herabgelassen, dass er in die Nut hineinreicht.(Die anderen Vorhänge werden soweit herabgelassen, dass ihr unterer Rand den Boden fast berührt.) Nach vorn ist der Rahmen durch eine Holzverkleidung gedeckt, die im Aussehen der übrigen Holzverkleidung unten an den Zimmerwänden entspricht.— Wie schon erwähnt kann die Platte des Experimentiertisches durch eine Ansatzplatte ver- längert werden, die sich einerseits an den Experimentiertisch, andrerseits auf die Holzver- kleidung vor dem Rahmen auflegt. Man hat hierdurch die Möxglichkeit, Apparate auf dem Tisch bis dicht zum Heliostatenrohr aufzustellen.
Zur Zimmerbeleuchtung cdient ausschliesslich elektrisches Glühlicht. Uber dem Experimentiertische sind unmittelbar an der Decke acht 16-kerzige Glühlampen, in Gruppen zu je 4 einschaltbar und mit versilberten Glasreflektoren versehen, angebracht. Uber den Bänken sind 6 Lampen, in 2 Gruppen einschaltbar, verteilt. Sie hängen hoch genug, dass sie dem Lichtzeiger des Spiegelgalvanometers nicht hinderlich sein können.
Hinter dem Experimentiertisch an der Wand steht die Tafel, die in einem senk- rechten, rahmenartigen Gestell angebracht ist. Sie lässt sich um zwei, an der Seite in der Mitte
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