Aufsatz 
Commentationis de asebeias graphe sive de impietatis actione tum aliis viris claris tum maxime philosophis ab Atheniensibus intenta : Particula I
Entstehung
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wo neben Gesängen und Declamations-Versuchen von einem der Abiturienten, Johannes Brenn aus Laudenbach bei Brotterode über die Verdienste des Socrates um den atheni- schen Staat, sowie von einem der zurückbleibenden Schüler, Ferdinand Schnackenberg aus Braach über den wolilthätigen Einfluß des Ritterthums im Mittelalter, Redeversuche gemacht wurden. ia1b

Das Wintersemester wurde am 27. October, wie gewöhnlich, eröffnet. Bald nach dem Anfang desselben trat der Candidat der Philologie, Dr. Christian Ostermann, ein ehemaliger Schüler des hiesigen Gymnasiums, nachdem er die Prüfung für Gymnasial- lehrer bei der theoretischen Prüfungs-Commission zu Marburg bestanden und durch Ein- reichung einer im Druck erschienenenen Dissertation: de praeconibus Graecorum. Marburgi 1845. 102 S. in 8. den Doctorgrad der Philosophie erlangt hatte, vermöge höchster Entschließung(Ministerial- Rescript vom 27. October 1845) als Practicant am hiesigen Gymnasium ein. Er übernahm nach kurzer Vorbereitung durch den Besuch eines gro- Ben Theils der Lehrstunden den Geschichts-Unterricht in Tertia, Lateinisch in Quarta und den deutschen Unterricht in Unterquinta, etwas später auch Homer in Secunda. Durch die Hülfe dieses Practicanten wurde es möglich der Unterquinta außer dem Lateéi- schen, worin schon seit vielen Jahren her eine Trennung von der Oberquinta eingerichtet ist und der Mathematik, worin sie schon seit Ostern Statt gefunden hatte, auch in dem Deutschen einen besondern Unterricht zu gewäühren, da die im letzten Jahresbericht ausge- sprochene Hoffnung auf Einrichtung einer vollständigen Sexta noch nicht erfüllt ist und wir noch immer der Verwirklichung derselben entgegensehen.

Was die Verwaltung der äußern Angelegenheiten des Gymnasiums betrifft, so ist zu erwähnen, daß Herr Landrath von Specht durch höchste Entschließung(Ministerial-Re- script vom 15. März 1845) zum Mitglied der VerwaltungsCounnissiöh des hiesigen Gym- nasiums gnädigst ernannt worden ist. 08

Die Gymnasial-Bibliothek sowohl als die Schüüer-Bibliothek sowie die brigen Lehr- Apparue wurden soweit vermehrt, als es vermöge der Aeeu ildeten Summen mösloh war.

III. Statistische Vebersieht.

Das Personal der ordentlichen und außerordentlichen Lehrer blieb dässelhe wie 2rüln. Hinsichtlich des Bestands der Schülerzahl ist Folgendes zu bemerken. ibr NVon den 117 Schülern, welche am Schluß des vorigen Schuijahrs das Gemnasium 8