Aufsatz 
Bemerkungen zur Methodik des lateinischen Unterrichts / von Zilch
Entstehung
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5% in beiden Fällen berechnet werden? 2) Mit Hülfe einer gegebenen Figur zu beweiſen, daß die Centrale des einem Dreieck umſchriebenen und des ihm eingeſchriebenen Kreiſes r(r 2) iſt, wo r und p die Radien vorſtellen. 3) Von einem Sehnenvierecke kennt man 3 Seiten und die Summe zweier Winkel, nämlich BO= 78, CD= 435, DA= 406, B+ 1C= 229⁰ 57 45; man ſoll einen einzelnen dieſer Winkel finden. 4) Die Dreiecksflächen eines ſchief abgeſtumpften dreiſeitigen Prisma's ſeien gleichſeitig und kongruent, eine Seite von jedem derſelben ſteht auf den nämlichen Kanten des Prisma's ſenkrecht, die beiden andern bilden mit der 3. Seite(nicht mit ihrer Verlängerung) Winkel von ½ R. Welchen Ausdruck erhält man für den Inhalt des Prisma's, wenn die Dreiecksſeiten mit a, die beiden gleichen Kanten mit b und b, und die 3. Kante mit c bezeichnet werden? NB. Für den Externen waren folgende Aufgaben geſtellt: 1) Wie tief iſt ein Brunnen, in welchem man einen hinabfallenden Stein nach 5 Sekunden aufſchlagen hört? 2) Ein Trapez aus den 4 Seiten zu konſtruiren. a) Den Inhalt des vorigen Trapezes zu berechnen, wenn die Seiten der Reihe nach die Werthe haben: a= 271,6, b= 113,= 96,3, d= 147. 3) Inhalt und Mantelfläche eines graden Kegels zu berechnen, deſſen Radius= r, und deſſen Achſenſchnitt ein gleichſeitiges Dreieck iſt.

B. Chronik.

a) Perſonalnachrichten.

1. Durch Verf. des Königl. Provinzial⸗Schulkollegiums vom 24. Juni pr.(S. 3126) wurde der Gymnaſiallehrer Herm. Schaub, welcher ſeit Oſtern 1875 dem hieſ. Lehrerkollegium als treues und geſchätztes Mitglied angehört hatte, in gleicher Eigenſchaft, und zwar vom 1. Oktober ab, mit Gehalts⸗ verbeſſerung nach Hanau verſetzt.

2. Durch Verf. derſelben Behörde von gleichem Datum(S. 3127) wurde die dadurch zur Erledigung ommende ordentliche Lehrerſtelle dem ſeitherigen Lehrer an der höh. Bürgerſchule zu Biedenkopf Wilh. Wiskemann verliehen.

Wilhelm Wiskemann, Sohn des evang. Pfarrers Wilhelm Wiskemann, geboren am 20. April 1851 zu Berge,

Kreis Witzenhauſen, erhielt ſeine Vorbildung für die Univerſität auf dem Gymnaſium zu Hersfeld, ſtudirte zu Marburg

und Leipzig Philologie und machte am erſtgenannten Orte im Winter 1874/75 das Examen pro facultate docendi.

Nach Abſolvirung des Probejahres an der Königl. höheren Bürgerſchule zu Biedenkopf blieb er als Hilfslehrer an

derſelben Anſtalt, erhielt Michaelis 1876 die Beſtallung als ordentlicher Lehrer und wurde Michaelis 1878 in gleicher

Eigenſchaft an das Gymnaſium zu Fulda verſetzt.

3. Durch Verfügung derſelben Behörde vom 2. Oktober pr.(S. 4583) wurde der Kandidat des höh. Schulamts Wilh. von Kamptz zur Abhaltung ſeines Probejahrs dem hieſigen Gymnaſium überwieſen.

4. Durch Verf. derſelben Behörde vom 1. Februar c. wurde der Gymnaſiallehrer Dr. Karl Weidenmüller unter Beförderung zum Oberlehrer vom 1. April d. J. ab an das Königl. Gym⸗ naſium zu Marburg berufen. Ungern ſieht die hieſige Anſtalt, an welcher er zwölf Jahre lang als treuer und biederer Kollege eifrig und erfolgreich gewirkt hat, ihn von hier ſcheiden.