Aufsatz 
Quaestiones de Euripides Hercule furente / scripsit Iulius Zastra
Entstehung
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memoriren; Lic. Warnatſch begann die Glaubenslehre und führte ſie bis zur Lehre von der Drei⸗ einigkeit, nahm auch die Kirchengeſchichte bis zu Ende der Chriſtenverfolgungen durch; Religions⸗ lehrer Kühn endlich ſetzte die Glaubenslehre fort und behandelte die Lehre von den Engeln und von Erſchaffung der Menſchen und von Abſtammung des Menſchengeſchlechts von einem Menſchen⸗ paare, mit Bezugnahme auf die vom geographiſchen und phyſiologiſchen Standpunkte dagegen ge⸗ machten Einwürfe.

5 2. Mathematik im Winter in 4, im Sommer in 3 Stunden wöchentlich, nach Brettners Lehrbüchern, bei dem Gymnaſiallehrer Dittrich; im Winter 2, im Sommer 1 Stunde Geometrie, nach Repetition des Vorangegangenen die Lehre von der Aehnlichkeit und der erſte Theil der Lehre vom Kreiſe; in der Arithmetik bei 2 Stunden, nach Repetition der Rechnungen mit Monomen und Polynomen, das Potenziren und Extrahiren; dann die Gleichungen des erſten Grades mit einer und mehreren unbekannten Größen; die Wurzelgrößen.

3. Geſchichte in 3 Stunden wöchentlich bei dem Gymnaſiallehrer Idzikowski nach Pütz, Geſchichte und Geographie der alten aſiatiſchen und afrikaniſchen Staaten, dann der Griechen bis auf Alexander d. G.

4. Naturgeſchichte, im Winter eine, im Sommer 2 Stunden wöchentlich, bei dem Gym⸗ naſiallehrer Dittrich nach Eichelberg, die Mineralogie, Kryſtallographie, Beſchreibung der wichtig⸗ ſten Mineralien.

c) Techniſche Fertigkeiten und Künſte. (Siehe die Geſammt⸗Ueberſicht am Ende dieſes Abſchnittes.)

. 5. Tertia a. und Tertia b.

Ordinarius war in Tertia a. Oberlehrer Kabath mit 14 Stunden, in Tertia b. Oberlehrer Janske mit 12 Stunden wöchentlich. 5

a) Sprachen.

1. Deutſch in jeder Abtheilung 3 Stunden bei dem reſp. Ordinarius, Beſprechung der zu liefernden und mündliche Cenſur der abgelieferten und vom Lehrer corrigirten Aufſätze; ſprachliche und ſachliche Erläuterung der in Magers deutſchem Leſebuche Th. I. Band 2 geleſenen poetiſchen und proſaiſchen Stücke; Vortrag memorirter Gedichte.

2. Latein in jeder Abtheilung 9 Stunden, wovon immer 6, nehmlich 3 für die Grammatik, 3 für die Proſaikerlectüre in den Händen des Ordinarius waren, indeß 3 Stunden für die Dich⸗ terlectüre in den Händen anderer Lehrer waren und zwar in Tertia a. undb. bis Oſtern in denen des Dr. Kuſchel, Mitglieds des pädagogiſchen Seminars, nach Oſtern in Tertia a. in denen des Collaborators Dr. Baucke, in Tertia b. in denen des Gymnaſiallehrers Stephan. In der Gram⸗ matik wurde nach Kühners lat. Schulgrammatik die Syntar vom Pronomen, Zahlwort, acc. cum inf., vom Supinum, Gerundium, Gerundivum, von der Bei⸗ und Unterordnung der Sätze vorgetra⸗ gen und an den dazu gehörigen Beiſpielen der Grammatik geübt, auch die betreffenden Abſchnitte der Loci memoriales aus der Ruthardt⸗Zaſtraſchen Sammlung durchgenommen, endlich Extem⸗ poralien geſchrieben. Geleſen wurde im Proſaiker in Tertiaa. Iul. Caes. de bello civili lib. I, in Tertia b. Iul. Caes. de bello Gallico III. IV. c. 117. im Dichter vor Oſtern in Tertiaa.