Aufsatz 
Quaestiones de Euripides Hercule furente / scripsit Iulius Zastra
Entstehung
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Elementargrammatik durch und übte ſie an den dortigen Beiſpielen ein; auch wurden Extemporalien geſchrieben; ferner las er Xen. Cyr. II.; der Oberlehrer Dr. Zaſtra aber las Hom. Odyss. XIX. XX. XXI. XXII. und IX. V. 1 402.

4. Franzoͤſiſch in 2 Stunden wöchentlich bei Profeſſor Dr. Schmölders, in einer Gram⸗ matik nach Knebel, die ganze Syntar, in der andern Bernard de St. Pierre La chaumiére indienne; auch wurden Extemporalien geſchrieben.

5. Engliſch, in Verbindung mit Unter⸗Secunda, in zwei Stunden wöchentlich bei demſel⸗ ben Lehrer, die Elemente des Engliſchen nach Lloyd; nach Oſtern in einer Stunde Grammatik, in einer Leſung von The Vicar of Wakefield.

6. Hebräiſch bis Oſtern eine, nach Oſtern zwei Stunden, bei dem vorgenannten Lehrer. Es wurden aus der Grammatik nach Seffer die Verba inſirma, das Nomen, die Suffixa vorge⸗ nommen, in der zweiten Stunde die in dem Sefferſchen Lehrbuche unter den einzelnen Paragraphen vorkommenden Abſchnitte geleſen. 3

b) Wiſſenſchaften.

1. Religion bis Weihnachten bei dem Religionslehrer Stenzel, nach deſſen Tode bei dem Licentiaten Wiek, hierauf bis Johannis bei dem Religionslehrer Licentiaten Warnatſch und bis zum Jahresſchluſſe bei dem Religionslehrer Kühn. Unter Religionslehrer Stenzel wurden aus Martins Religionsbuch, erſtem Theil die§. 81 106 über die Schriften des N. T. handelnd vor⸗ genommen, die beiden Briefe des heil. Petrus memorirt; unter Licentiat Wiek wurde nach Thl. I. § 132 54 die Kirchengeſchichte vorgenommen; unter Lic. Warnatſch Thl. II. 8 119 die allge⸗ meine Glaubenslehre erklärt; unter Religionslehrer Kühn endlich in der Glaubenslehre fortgefahren und das Dogma von der Weltſchöpfung aus Nichts erklärt, mit Bezugnahme auf die dem Chriſten⸗ thume feindlichen Schöpfungstheorien älterer und neuerer Zeit, woran ſich die Angelologie anſchloß.

2. Mathematik in 4 Stunden woöchentlich, nach Brettners Lehrbüchern, bei dem Mathe⸗ maticus Dr. Sondhauß; in 2 Stunden nach Vollendung der Planimetrie die Stereometrie bis zur Betrachtung der Ecke; in zwei Stunden die Auflöſung von Gleichungen des erſten Grades mit mehreren unbekannten Größen nach den verſchiedenen Eliminationsmethoden; die Auflöſung von quadratiſchen Gleichungen; die Lehre von den Logarithmen und deren Anwendung.

3. Geſchichte in 3 Stunden wöchentlich bei dem Gymnaſiallehrer Idzikowski, nach Pütz, Alte Geſchichte für obere Klaſſen; Geſchichte und Geographie Macedoniens und der aus Alexanders Reiche hevorgegangenen Staaten; dann römiſche Geſchichte bis zur Zerſtörung des weſtrömi⸗ ſchen Reiches.

4. Phyſik in 2 Stunden wöchentlich, nach Brettner, bei dem Mathematicus Dr. Sond⸗ hauß, die Lehre vom freien Falle der Koͤrper, dem Wurfe, der Centralbewegung, dem Pendel, dem Stoße; dann die Hydroſtatik und ein Abſchnitt aus der Aeroſtatik.

c) Techniſche Fertigkeiten und Künſte. (Siehe die Geſammtüberſicht am Schluſſe des Abſchnittes.)

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