Aufsatz 
Quaestiones de Euripides Hercule furente / scripsit Iulius Zastra
Entstehung
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3 Monaten ein ſchriftliches Certamen angeſtellt wurde. Im Dichter wurde geleſen nach voraus⸗ ntder Einleitung Hor. Sat. I. 1. 6. II. 1. 2. 3. 4. 5. 6; zur Repetition der lyriſchen Metra wurden auch einzelne in Bezug hierauf gewählte Oden geleſen.

3. Griechiſch in 6 Stunden wöchentlich, wovon eine der Erklärung und Einübung der Grammatik, 2 der Proſaikerlectüre, beides unter Leitung des Oberlehrers Rotter, 3 der Dichter⸗ lectüre unter Oberlehrer Dr. Zaſtra beſtimmt waren. Von Erſterem wurde die Moduslehre nach Buttmann in Dictaten eingeübt und, nach einer Einleitung über die Hiſtoriker der Griechen und Römer, Plutarch's Themiſtokles und Camillus geleſen; Letzterer las, nach einer Geſchichte des griechi⸗ ſchen Dramas und nach Erklärung der bei den Tragikern vorkommenden Metra, Soph. Electra; noch laſen die Schüler privatim Hom. Odyss. I. II.

4. Franzöſiſch in 2 Stunden wöchentlich bei dem außerordentlichen Lehrer Profeſſor Dr. Schmölders. In einer Stunde wurde ein kurzer Abriß der franzöſiſchen Literaturgeſchichte vom Lehrer franzöſiſch vorgetragen und von den Schülern wiederholt, in der andern geleſen Montes- quieu considérations sur la grandeur des Romains; Cenſur der freien, vorher corrigirten Aufſäte.

5. Engliſch in 2 Stunden woöchentlich bei de mſelben Lehrer, der obere Curſus, welcher die zweiährigen Schüler im Engliſchen auch aus Unter-Prima enthielt; in einer Stunde wurde The Sketchbook by Washington Irving, in der andern die erſten beiden Acte aus Shake⸗ ſpeares Hamlet geleſen.

6) Hebräiſch gleichfalls in 2 Stunden wöchentlich; bis Weihnachten bei dem dann verſtor⸗ benen Religionslehrer Stenzel, hierauf bei Prof. Dr. Schmoͤlder's; in einer Stunde Pſalm 8. 19. 72. 104. 128; in der andern, ſeit Oſtern mit Unter⸗Prima combinirten Genes. I. 22. 34 40. Richter 13 16.

b) Wiſſenſchaften.

1. Religion in 2 Stunden wöchentlich unter drei nach einander folgenden Lehrern, dem Religionslehrer Stenzel bis Weihnachten, dem Licentiaten Wiek bis Oſtern, dem Religionslehrer Kühn im Sommerſemeſter. Unter Religionslehrer Stenzel ward vom Einfluß des Chriſten⸗ thums gehandelt; unter Licentiaten Wiek ein Ueberblick der Religionsgeſchichte mit Bezugnahme auf neuere Zeiterſcheinungen gegeben; unter Religionslehrer Kühn die Hauptdogmen nach Martin's Lehrbuch repetirt, mit Bezugnahme auf die wichtigſten Gegner in der Kirchengeſchichte.

2. Mathematik in 4 Stunden wöchentlich, nach Brettners Lehrbüchern, bei dem Mathema⸗ ticus Dr. Sondhauß. In 2 Stunden wurde nach Beendigung der Stereometrie die Trigono⸗ metrie gelehrt; in 2 Stunden wurden die Lehren von den Kettenbrüchen, der Summirung arithmethiſcher Progreſſionen des 2ten und 3ten Grades, von der Entwickelung von Reihen nach der Methode der unbeſtimmten Coefficienten vorgetragen; über alle Abſchnitte wurden Aufgaben zur Uebung gegeben.

3. Geſchichte in 3 Stunden wöchentlich, bei dem Director, die neuere Geſchichte bis zur franzöſiſchen Revolution, nach eignen Heften, doch mit Wezſehun auf Pütz, Neuere Geſchichte für obere Klaſſen.

4. Phyſikin 2 Stunden wöchentlich,, nach Brektner. bei dem MNarhemattes Dr. Sond⸗ hauß; nach Vollendung der Aeroſtatik die Lehre vom Schalle, von Licht und Wärme, Magnetis⸗ mus, Electricität und Galvanismus, alles durch Experimente erläutert.