Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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nördlich Mündens) sechs Hufen Land mit 6 Familien zu Gimbte bei Münden.

Ottos U. Urkunde ist für diese letzte Schenkung aus“ gestellt: per interventionem ac petitionem dilecte matris nostrae Adelhaidae imperatricis augustae.

Unterdessen!) hatten sich in Konstantinopel wichtige Ereignisse zugetragen.

Nicephorus war am 11. Dezember 969 ein Opfer der Verschwörung geworden, die seine eigene Gemahlin ange- zettelt hatte, und einer seiner Mörder, sein Vetter Johann Tzimiscess, hatte den byzantinischen Thron bestiegen.

Sicherlich hatte die Kunde hievon bald den Weg zu Otto gefunden, der nun noch einmal den Kampf aufnahm, um die letzteren Misserfolge der Seinigen in Unteritalien wett zu machen und den Krieg gegen die Griechen daselbst zu einem glücklichen Ende zu führen.

Den 25. Mai 90 war er schon in Cellice bei Kapua.?) Apulien wurde verwüstet, Bovino belagert, als Pandulf,°) der im Sommer 969 vor Bovino gefangen und als Gefangener nach Konstantinopel geschleppt worden war, unerwartet im Lager des Kaisers als Friedensvermittler erschien.

Er meldete die versöhnliche Gesinnung des neuen byzan- tinischen Herrschers.

Johannes, berichtete er, sei bereit, dem jungen Kaiser eine byzantinische Prinzessin zur Gemahlin zu geben, hingegen sollten die Deutschen Apulien und die andern griechischen Be- sitzungen in Italien räumen.

Otto nahm die zum Frieden gebotene Hand an, hatte er doch grossenteils seinen Zweck erreicht.*)

Neue grosse Eroberungen waren allerdings nicht gemacht worden, dafür aber war ihm nun einerseits durch die Ver- lobung seines Sohnes mit der Griechin der Besitz Roms, an- derseits für seine kaiserliche Würde die Anerkennung von Byzanz gewonnen worden.

!) Giesebr. I 549, Jahrb. I 3 153.

®) B. 376, St. 490, Jahrb. I 3 p. 154 u. A. 2,

s) Jahrb. a. a. O., Giesebr. I 552, Dümmler 474, *, fr. Giesebr. I 553.