Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

68

angelangt— wieder nach dem minder heissen Norden Italiens zu wenden, da schied auch mit ihm das ungetrübte Glück von den Fahnen der Deutschen und ihrer Bundesgenossen; es gelang zuletzt sogar den Griechen, wenigstens ihr altes Gebiet wider ihre Feinde zu behaupten.

Otto hielt sich unterdessen mit den Seinigen!) den übrigen?) Teil des Jahres in Mittel- und Oberitalien auf, am längsten verweilten sie in Pavia, mindestens die 2. Hälfte des Dezember 969 und den ganzen Januar 970.

Wohl in Pavia war es, wo er im Dezember?) 969 der Abtei San Salvatore die Schenkungen der Kaiserin Adelheid bestätigte, wie er auch) daselbst durch Urkunde vom 16. Dezember auf Fürsprache Adelheids und ÖOttos, seines Sohnes, seinem Vetter Theoderich, Bischof von Metz, die Abtei Waussore an der Maas und Hastiere schenkte; ebenso erhielt) in Pavia unterm 23.— 25. Januar 970 auf Adelheids und Ottos II. Fürsprache das neue Erzstift Magdeburg mehrere ansehnliche Güterschankungen(Ottos I. Eigentum zu Gudden- stein, die Stadt Rothenburg a. d. Saale(Sputine), das Gut Retha am Zusammenfluss der Werra und Fulda nebst dem lidus Opold, endlich Bornstedt in Nordthüringen).

Im März) ging die kaiserliche Familie den Po abwärts über Ferrara nach Ravenna, wo sie Ostern feierte.

Hier bestätigte‘) Otto I. unterm 29. März 970 auf Inter- vention seiner Gemahlin wie seines Sohnes Otto II., des Bischofs Anno von Worms und eines gewissen Grafen Protolf dem Abte Thietfried von St. Maximin bei Trier den königl. Schutz und die freie Wahl der Vögte.

Zugleich®) schenkten unterm 11. April 970 Vater und Sohn der Äbtissin Helmburg von Hilwartshausen(Augustiner- innenkloster S. S. Stephanus, Vitus et Maria, a. d. Weser,

ı) Giesebr. I 549.

2) B. 360-371, St. 469—488.

3, St. 476 a.

*) Dümml. 465 u. A. 3, B. 363, St. 476.

5) St, 479—482, B. 366—369, Dümml. 470 A 1. 6) Jahrb. 1 3 p. 153, Dümml. 472.

?) St. 485, cfr. B. 373,

») Dümml. 473 u. A. 1.