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Seine Verhandlungen mit dem byzantinischen Hofe ent- behrten jedoch— allerdings nicht ohne Schuld Liutprands— des gewünschten Erfolges, obwohl die Griechen durch ihr Eingehen auf dieselben nichts verloren, wohl aber an Otto I. einen nicht zu unterschätzenden Verbündeten wider die ge- meinsamen Feinde der Christenheit, die Sarazenen, gewonnen hätten.
Otto 1) hatte aus der langen Abwesenheit seines Ge- sandten und dem Ausbleiben aller guten Nachrichten seitens desselben nicht mit Unrecht auf die Erfolglosigkeit seiner Bemühungen geschlossen und nahm daher, ehe Luitprand selbst zurückgekehrt war, den Krieg gegen die Griechen in Unteritalien wieder auf.
968 Ende Oktober ging?) der alte Kaiser an der Spitze eines stattlichen Heeres von Ravenna aus über Ankona und Pescara nach Apulien, wo er Weihnachten feierte.
Adelheid scheint ihn jedenfalls bis Pescara(früher Ater- num) begleitet zu haben, einer Stadt in den Abruzzen, die an der Mündung des gleichnamigen Küstenflusses(damals Aternus) in das Adriameer gelegen ist.
Hier°) schenkte ihr Otto auf Bitten seines Sohnes Otto II. die fünf königlichen Höfe Hochfelden, Sermersheim, Schweighausen, Merzweiler und Selz im Elsass.
Hiezu bekam sie‘) noch am nämlichen Tage(16. No- vember 968) den Eigenhof Steinweiler im Speiergau.
Der Kaiser selbst war°) in dem nun folgenden Feldzug gegen die Griechen vom Glücke begünstigt.
Bis tief nach Kalabrien drang er in den ersten Monaten des Jahres 969 vor, dort feierte er am 11. April Ostern, und auf dem Tag von Cassano gab er, wie er in einer Urkunde sagt, den Kalabresen, wie den Italienern, Franken und Deutschen Gesetze und Befehle.
Doch als er vom Kriegsschauplatz schied, um sich— bereits am 19. Mai ist er wieder in Conca südlich von Rimini
!), Giesebr. 1 547, Dümml. 457 ff, Jahrb. 13 p. 129. 2) Dümml. 457 ff, Giesebr. I 547.
5) Damb. V 103, Kritikheft 29, B. 354, St. 461.
+) Damb. a. a. O, B. 355, St. 462.
5) Giesebr. I 547 ff, Dümmil. 460 ff, Jahrb. 13 p. 145 ff. r 5


