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Am 4. Mai 968 befand er sich bereits auf dem Weg nach Rom begriffen, in der Nähe von Civita di Penne(in comitatu Pinnensi) in den Abruzzen, wo er auf Fürbitte Adel- heids dem Bischof Johannes von Civita di Penne die Besitz- ungen seines Bistumes bestätigte,!) später hielt er sich, stets von seiner Gemahlin begleitet, teils bei Pistoja, teils in Ravenna auf.
Adelheids Aufenthalt an beiden Orten ist bezeugt durch Urkunden ÖOttos, in denen er auf ihre Intercession ver- schiedene Gnadenerweisungen austeilte.
So verlieh er auf ihre und des Bischofs Theoderich von Metz Verwendung hin am 19. Juni 968 bei Pistoja dem öst- lich von Nimwegen am Rheine liegenden Stifte Elten das Reichsgut des Grafen Wichmann, des Gründers des Stiftes;?) nicht minder erhielt auf das Betreiben der Kaiserin von ihrem erlauchten Gemahl am 2. Oktober desselben Jahres zu Ravenna der jeweilige Erzbischof von Magdeburg die Abtei St. Dionysius zu Engern(westl. von Herford) zum Geschenke.
Otto mochte sich für diesmal um so leichter zur zeit- weiligen Einstellung der Feindseligkeiten in Unteritalien ent- schlossen haben, als er nochmals den Weg eines friedlichen Ausgleiches zu betreten versuchen und in Konstantinopel erklären lassen wollte, dass er gerne auf Apulien und Kala- brien verzichte, wofern der griechische Kaiser seinem Sohne die Hand Theophanos bewilligen würde.
Liutprand,°)|der ihm so treu ergebene, geschäftsvertraute undin Konstantinopel von früher her noch wohlbekannte Bischof von Kremona, war der Vertrauensmann, dener zur Überbring-, ung der diesbezüglichen Vorschläge auserkoren hatte,
Derselbe begab sich unverweilt auf ein Schiff und traf bereits am 4. Juni 969 in Konstantinopel ein.
') B. 345, St. 445, Dümml. 437 A. 3.
?) Dümml. 438 A. 1; B. 346, St. 446.
®) Liutprand legatio; Giesebr. I 522, Dümmler 436. Liutprands Gesandt- schaftsbericht ist noch erhalten(4. Juni—2. Okt. 968 dauerte der unfreiwillige Aufenthalt desselben in Konstantinopel; in der Heimat kam er erst anfangs 969 an) u. bietet über die Verhältnisse des damaligen griech. Reiches u. über Ottos Machtstellung viele interessante Aufschlüsse. Gerichtet ist er an Otto und Adelheid.


