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zubringen; jedenfalls sollte diese Heirat dazu dienen, das bereits in Süditalien Gewonnene— Pandulf,') Fürst von Kapua und Benevent, hatte sich ihm schon um Weihnachten 966 als Lehensmann unterordnet— fester zu behaupten und mit Hilfe von Konstantinopel die Sarazenen aus Italien zu vertreiben.
Ottos I. Pläne und Absichten fanden jedoch teilweise an dem griechischen Kaiser Nicephorus einen entschiedenen Gegner.
Letzterer machte nämlich ebenfalls?) Ansprüche auf die Oberhoheit über Kapua und Benevent, die ja schon seit einem Jahrhundert von den Griechen behauptet worden war, auch wollte er weder von einer Abtretung Unteritaliens, noch sonst von der Preisgebung irgend welcher Rechte des morgenländischen Kaisertums zu Gunsten des neuen abend- ländischen etwas wissen.
Der Venetianer Dominikus, Ottos Abgesandter in Sachen der Brautwerbung, war daher schon vor Weihnachten wieder nach Italien zurückgekehrt,°) ohne ein thatsächliches Resul- tat erzielet und ohne die griechische Prinzessin mitgebracht zu haben; ebenso wenig konnte eine byzantinische Gesandt- schaft, die bald nachher in Kapua eintraf, zwischen Otto I. und Nicephorus eine Verständigung herbeiführen.
Da nun Otto auf gütlichem Wege die Kaisertochter für seinen Sohn zu gewinnen verzweifelte, so wollte er(März und teilweise April 968) die Griechen wenigstens zur Abtret- ung von Apulien und Kalabrien zwingen, eine Unternehmung ‚die er sich offenbar*) als nicht allzuschwierig vorstellte.
Doch die Belagerung von Bari, der festen Hafen- und Hauptstadt Apuliens, misslang,’) da die Deutschen in Er- manglung einer Flotte nur von der Landseite aus den Platz angreifen konnten, und der Kaiser musste den Rückzug an-
treten, worauf er den grösseren Teil des Jahres in Mittel- italien zubrachte.
!) Pandulf herrschte mit seinem Bruder Landulf gemeinsam über Benevent. ?) Liutprand legatio.
3) Cont. Reg. 967,,
+) Widuk 111 70.
s) Dümml. 435, Giesebr. I 522, Jahrb. 13 p. 129.
or


