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Otto II. sollte unter Leitung seines Oheims, des Erz- bischofs Wilhelm von Mainz, die Reichsregierung in Deutsch- land führen.
Nachdem die Reichsgeschäfte zu Worms bereinigt waren, trat der Kaiser seinen Zug an.
Die Reise ging über Speier, Strassburg, rheinaufwärts nach Chur und von dort über den Septimer nach Italien.
In Speier(21. August) schenkte Otto auf Fürwort!) Adelheids und Erzbischofs Wilhelm von Mainz seinem Ge- treuen Gumbestus vier konfiszierte Hufen Land zu Dürkheim im Wormsgau, ebenso hatten beide?) ihren Einfluss dahin geltend gemacht, dass der Kaiser durch eine Urkunde, ge- geben zu Strassburg(24. August), rechtsverfallene Güter an St. Moriz und das zukünftige Erzbistum in Magdeburg verlieh.
Angekommen in Italien, traf Otto nirgends mehr auf Widerstand.°)
Adalbert hatte, wenn er gleich seinen Hoffnungen und Ansprüchen noch nicht entsagte, vor ihm freiwillig das Feld geräumt; ebenso war Papst Johann XIII, noch ehe Otto in Rom(um Weihnachten 966) anlangte, bereits von Pandulf, dem Fürsten Kapuas, dahin zurückgeführt worden.
Adalberts Freunde traf ein verhältnismässig mildes Ge- richt; einige derselben wurden zur Strafe nach Sachsen und Franken in die Verbannung geschickt. Strenger verfuhr der Kaiser gegen die Römer.
Von Johannes Feinden waren manche bereits tot, so Graf Rodfred und sein Sohn, manche, so der Konsul Hugo, geflohen; gegen die übrigen Aufrührer aber schritt der Kaiser unnachsichtlich ein.
13 Mitverschworne büssten am Galgen, der Stadtpräfekt Petrus wurde auf der Flucht ertappt und nach einer schimpf- lichen Verhöhnung über die Alpen ins Exil gesandt, andere sollen erschlagen oder geblendet worden sein.
Die treu gebliebenen Grossen Oberitaliens erhielten auch diesmal auf Adelheids Vermittlung grosse Begünstigungen.
') Dümmler 410 u. A. 1, St. 408, B. 322. 2) Dümml. 409 u. A. 3, St. 409-411, B. 323—824. ») Dümmler 410 ff, Jahrb. I 3 p. 119 ff,, Giesebr. I p. 492 ff.


