Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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blieb er im Lande und suchte sich gegen die Herrschaft der Deutschen zu behaupten.')

Ausserdem hatte sich Johann XIII., früher Bischof von Narni, welcher auf Ottos Wunsch nach dem Tode Leos VII. am 1. Oktober 965 zum Papste gewählt worden war, mit dem römischen Stadtadel überworfen, indem er demselben, auf Ottos Beistand vertrauend, als Gebieter entgegentrat.?)

Es bildete sich gegen ihn eine Verschwörung des Adels, der es, unterstützt von der niedern Volksklasse, gelang, sich der Person des Papstes zu bemächtigen.

Johann XIII. wurde erst auf der Engelsburg gefangen gehalten, später aber auf eine feste Burg der Kampagna zu langwieriger Haft und Verbannung gebracht.

Hier entkam er nach einigen Monaten der Haft und flüchtete nach Kapua, wo er beim Fürsten Pandulf gastliche Aufnahme fand.

All das nun, sowohl die Erhebung im lombardischen Königreich, als die Umwälzung in Rom, forderte wieder Ottos Anwesenheit in Italien, und so brach er denn, und zwar zum drittenmale, dahin auf, sobald es die Verhältnisse in Deutschland erlaubten.

Im Sommer 966 schien alles in den deutschen Landen geregelt, Ruhe und Ordnung allenthalben gesichert zu sein; jetzt waresdem Kaiser möglich,das Auge wieder auf Italien zu richten und einen neuen Römerzug in Ausführung zu bringen.°)

Nachdem Otto von Mathilde, seiner Mutter, in Nord- hausen, ihrer jüngsten klösterlichen Stiftung, einen rührenden Abschied genommen(vita Math. poster. cap. 22) hatte,— er sollte sie*) für dieses Leben nicht mehr sehen— ging er, von Adelheid und seinem Sohne Otto begleitet, zum Feste von Mariä Himmelfahrt vorerst nach Worms,*) um dort einen allgemeinen Reichstag zu halten und die nötigen Vor- kehrungen rücksichtlich des neuen Römerzuges zu treffen.

') Dümml. 381 ff. ®) Dümml. 383 und 407 ff, Jahrb. 1 3 p. 115, 116, Giesebr. I 49. s) Jahrb. 13 p. 118. *) Mathilde starb den 14. März 968 vita Math. post. 15a. E., Thietm. II 12. 12 Tage vor ihr starb Erzbischof Wilhelm von Mainz vita Math. post. c. 25 und Thietmar II 12. *) Dümmler 408 ff.