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Andererseits vermählte sich um dieselbe Zeit die sieb- zehnjährige Emma, Adelheids Tochter aus erster Ehe,!) mit dem jungen König Lothar von Frankreich, der sich der be- sondern Gunst der Kaiserin erfreute,— eine Heirat, wodurch die engen Beziehungen Frankreichs zum deutschen Reiche noch fester geknüpft wurden.
Wahrscheinlich war diese Familienverbindung schon auf dem letzten Tage von Köln verabredet worden, ja vielleicht hatte man, wie Damberger V 66 meint, schon damals Emma mit Lothar verlobt.
Bis 7. Januar weilten Otto und Adelheid jedenfalls noch in Köln; denn am gleichen Tag?) stellte der Kaiser auf ihre und- Erzbischofs Wilhelm Verwendnng dem Kloster St. Max- imin bei Trier dass demselben von König Dagobert zum Nachmittagstrunk geschenkte Gut ad valles(jetzt Grünhaus) bei Trier zurück; vom 17. Januar an waren sie in Aachen,°) am 92. Januar in Maastricht,*) in welcher Stadt Otto I. den Klöstern Blandigni(Blandinum, St. Petrus, Bened. Abtei bei Gent, Diözese Cambrai), Nyvel(Benediktinerinnenkloster bei Lüttich) und Stavelot(südl. Aachen, Bened. Abtei, Diöcese Lüttich) ihren Besitz, letzterem auch Immunität, Selbst- und Wahlrecht bestätigte.
Als Fürsprecher traten hier auf Adelheid, Otto II., Erz- bischof Wilhelm.
In der Königspfalz zu Nimwegen hielt sich der kaiser- liche Hof einen Teil des Februar auf.
Hier übertrug’) Otto am 4. Februar auf Intervention von Adelheid und Erzbischof Wilhelm, dem Erzbischof Theo-
ı) Dümml. 375, A. 4, 376, Giesebr. I 488 ff, Jahrb. 13 p. 117. Der Cont. Regin. setzt die Hochzeit ans Ende von 965, Flodoard i. d. J. 966. Adelheid scheint Emma eigentlich dem jungen Heinrich IL, dem Zänker, zugedacht zu haben nach vita Mathild. posterior 20.
?) Dümml. 403, 404 A. 1; B, 311, St. 39.
>) Dümml, 404.
4) Dümml. 404, A. 3, cfr. B. 312--314, St. 395-397.
5) Damb. V 66 Kritikh. 18; Dümml. 405 u. A. 2 und cfr. 323 mit A. 3; B. 315 u. cfr. 245. Nur der älteste Bruder Lantpert, später wieder begnadigt, erhielt seinen Anteil wieder zurück. Das übrige verwendete Theoderich mit kaiserl. Genehmigung zur Ausstattung der von ihm erbauten Gangolfskirche in Mainz. Dümml. a. a. O.


