Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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in Reims auf einer Reise, die er im Interesse der Friedens- stiftung zwischen seinen hadernden Neffen, dem jungen König Lothar von Frankreich, Sohn Gerbergas, der ältern Schwester Ottos L, und den Söhnen des Herzogs Hugo von Francien und seiner Gemahlin Hedwig, der jüngern Schwester Otto L, nach Compiegne unternommen hatte.

Brunos Leichnam wurde nach Köln gebracht und dort unter der lebhaftesten Teilnahme der ganzen Bevölkerung nach seinem Willen in der St. Pantaleonskirche beigesetzt.

Der unerwartete Tod Brunos zwang Otto,') den loth- ringischen Landen, die nun ihres ebenso milden und klugen, als thatkräftigen und erprobten Regenten beraubt waren, wieder vermehrtes Interesse zuzuwenden.

Er brach daher im Dezember von Sachsen wieder nach dem Westen auf, wo ihn nun die Reichsgeschäfte bis Ende Februar 966 festhielten. Adelheid war ebenfalls mit ihm gegangen. Ihrer Vermittlung wird wiederholt in kaiserlichen Urkunden dieser Zeit gedacht.

So schenkt Otto schon unterm 12. Dezember 965 zu Brüggen an der Leine auf ihre Fürsprache hin?) der St. Morizkirche in Magdeburg den Ertrag der Münze und des Marktes zu Geltow.

Weihnachten 965 und Neujahr 966 feierte?) das kaiser- liche Paar in Köln, wohin sich zur Jahreswende auch der Thronfolger Otto II. und Erzbischof Wilhelm von Mainz be- geben hatten,

Das kommende Jahr brachte Ottos Gemahlin Trauer und Freude zugleich.

Es starb nämlich gleich anfangs(am 2. Januar) ihre geliebte Mutter Bertha,*) die auf Adelheids Veranlassung°) ihre letzte Ruhestätte im Kloster zu Peterlingen erhielt, das Bertha 961°) gegründet hatte.

'!) Dümml. 39.

?) Dümml. 393. u. A. 5, 399 u. A. 3, St. 391, cfr. B. 309.

3) Dümml. 403.

4) Damberger V Fürstentafel des Königlichen Hauses Burgund. 5) Od., ep. Adel. 9.

6) B. reg. Car. 1504.