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Berengar der von seinen Anhängern verlassen, an Wider- . stand nicht mehr denken konnte, floh in seine Burgen und setzte von hier aus, so gut er es vermochte, den Kampf noch längere Zeit fort,') bis endlich auch sein(und Willas) letzter Zufluchtsort, der mit Befestigungen versehene Berg San Leone, in des Kaisers Hände fiel,?) worauf dieser ihn nebst seiner Gattin über die Alpen in die Verbannung nach Bamberg schickte.?)
966 starb daselbst Berengar,*) seine Gattin zog sich in ein Kloster zurück.)
Der beiden Töchter Berengars und Willas, Gisla und Rozala, die ebenfalls in San Leone gefangen genommen worden waren, nahm sich Adelheid an und liess sie in standesgemässer Weise erziehen.®)
Wie seine karolingischen Vorgänger gethan, so schirmte und schützte auch Otto?) die italienischen Bischöfe in ihren
!) Jahrh. I 3, p. 87 ff, Dümml. 327, Giesehr. I 456.
2) Ende 963 cefr. Cont Reg. 964, Dümmler 355 u. A. 4.
3) Ciont. Reg. 964 sagt„nach Bayern“, Thietm. II 7 gibt bestimmt den Ort„Bamberg“ an.
*u.5) Cont. Reg. 966; Böhm. reg. Carol. p. 135, wo es von Adalbert, Beren- gars Sohn, heisst:„Adalbert irrte lange umher, machte 965 einen vergeblichen Versuch, sein Reich wieder zu erlangen, und starb dann unbeachtet.“ Adalbert starb 975 in der Verbannung zu Autun, nachdem er noch 963 mit Papst Johann XI. gegen den Kaiser ein Bündnis(Liulpr. d. g. O. 4) geschlossen, 965--966 letzterem die Herrschaft in Italien streitig(Dümml. 381 ff., 408 ff.) gemacht und zum letztenmale im Kriege des Nicephorus gegen Otto als Bundesgenosse der Griechen von sich reden gemacht hatte. Dümml. 456, 459 u. A. 4. Über Adalberts Sohn cfr. Dümml. 460 oben.
6) Cont. Reg. 965 Dümml. 379 u. A. 1 p. 380.
?) Dümmler 531 u. A. 3 wendet sich gegen Dönninges(Jahrb. 13 p. 87 ff.), der eine ausserordentliche Begünstigung der ital. Bischöfe durch Otto annimmt. Cfr. auch Leos Entwicklung der Verfassung der lombard. Städte bis zur Ankunft Friedrichs I. p. 90; Leo, Gesch. von Italien 324 ff.
Böhmer reg. imp. 14—21. Stumpf 28—48 und 470-472.
Leo erteilt Otto das Lob, dass er bei weitem am verständigsten(Gesch. v. Ital. p. 339) von allen in Deutschland aufgewachsenen Königen eingegriften zu haben scheint. Nicht geringen Anteil hat hieran Adelheid; denn ihrem Rate, zumal in den italisch. Angelegenheiten, folgte Otto ja vorherrschend, und so kam denn auch, ganz im Widerspruch mit der Gewohnheit früherer Zeiten, dass man auf längere Zeit hin in Italien nicht daran dachte, einen Gegen- könig aufzustellen, id. p. 325.


